Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)
Die „Friedensverhandlungen“ zwischen China und den Mächten - Verlauf, Abschluss und Unmittelbare Folgen
Das Reichs-Kriegs-Ministerium legte im Januar 1901 eine erste Schätzung der Kosten der Expedition vor: bis Ende Dezember 1900...............................................................4,100 000 Kronen monatlich ............................................................................................. 520 000 Kronen E inberufung (für Betriebsmaterial).............................................. 1,100 000 Kronen Instandsetzung................................................................................. 4,300 000 Kronen Dem Ermessen des Ministeriums des Äussem wurde es überlassen, ob nicht auch für die Familien der in China bei den verschiedenen Aktionen Gefallenen, beziehungsweise für die bei selben Verwundeten, angemessene Entschädigungsansprüche zu stellen wären.1855 Der Gesandte meldete aus Beijing im März 1901 als erste Schätzung für den Neubau der Gesandtschaft die folgenden Beträge1856: Die „Friedensverhandlungen“ zwischen China und den Mächten ... Neubau der Gesandtschaft.........................................................................500 000 Kr. ... .............................................................(inkl. 70 000 Kr. für die Einrichtung) Kosten für Unterbringung der Gesandtschaftswache und Bau von Verteidigungsanlagen..........................................................................450 000 Kr. A rchitekten-Kosten (7 %).............................................................................45 000 Kr. Aus diesen groben Schätzungen wurde im Ministerium des Äußern die folgende Richtlinie für Czikann ermittelt: I. Expeditionskosten I a Anspruch der Marine-Section des Reichskriegs-Ministeriums (inclusive der Entschädigung an die Witwe Thomann von 120 000 K 9,720 000 K und der Entschädigung an die Mannschaften von 100 000 K / h Monatskosten ab 1. Jänner 1901 je 520 000 K ? II. Aufbau und Einrichtung des Palais in Peking. Minimum 700 000 K III. Entschädigungen an das Gesandtschaftspersonale: a) Bon. Czikann ? b) v. Rosthom 170 000 K c) Natiesta 10 000 K d) Gottwald (?) 10 000 K 190 000 K 10,610 000 K Sonst: ca. 410 000 K. plus den aus I b bedachten Monatskosten zu 520 000 K ab 1. Jänner 1901 sowie plus der Entschädigungen an Bon. Czikann und der eventuellen Mehrforderung Gottwald's. 1855 Siehe dazu: Ebenda, RKM/M.S/P.K. No. 16 an MdÄ, Wien, 8. Jänner 1901 1856 Ebenda, Czikann an MdÄ, Telegramm No. 32 (4 014, Chiffre ), Peking, 21. März 1901. 487