Sonderband 2. International Council on Archives. Dritte Europäische Archivkonferenz, Wien 11. bis 15. Mai 1993. Tagungsprotokolle (1996)

3. Session / Séance. Sharing of Experience and Exchange of Staff / Partage d’Expériences et Echange des Personnes - Discussion / Interventions

3. Session/Séance: Discussion - Interventions eine andere Geschichte), und daß hier eine gemeinsame Erfahrangsbasis und vor allen Dingen eine Kommunikation unter den jungen Kollegen sehr rasch gewachsen ist. Ein großer Vorteil ist zudem, daß junge Kollegen, die DDR-Erfahrang hatten bzw. in diesem Land aufgewachsen sind und dort in den Archiven gearbeitet hatten, diese Erfahrung in die Kurse einbringen konnten. Charles Burns: Our problem is more a problem of immobility than mobility. When I joined the staff in 1962, the senior archivist said to me: „Cheer up, the first twenty years are the worst“. If my memory does not fail me, Hans Hofmann and myself became good friends when he came to organize the papers of the Nuntiature of Cologne. Afterwards, this work was continued by another German scholar and we hope to publish the inventory. I would like to ask Hans Hofmann if he could share with us his experience in the Vatican Archives. Hans Hofmann: Thank you. I was there as a member of the German Historical Institute in Rome for some time in different jobs: one of the jobs was to do some sort of archival work in the Vatican Archives. I must say that I appreciate very much, not only the secret Vatican Archives but also the library, the whole ambiente of this multi-national place. The language barriers including Latin, I suppose, are not rele­vant really - To cut a long story short, this time in Rome was a very profitable expe­rience, a very personal experience, and I made contacts on a international level be­cause Rome does not only the Vatican Archives, there are also about 25 research institutes from different states. We worked together, went around and became good friends, and I think this experience helped me a lot with what I am doing now. Any­way, I must give back all my compliments, and please convey my thanks to every­body concerned. Gerhard Pferschy: Ich habe eine grundsätzliche Frage zu stellen. Es sind jetzt in der Diskussion immer zwei ganz verschiedene Momente aufgetaucht, einerseits Mobilität im Sinne einer bevorzugten Benützungsmöglichkeit von fremden Archiven und auf der anderen Seite die Mitarbeit in einem fremden Archiv als quasi-Ange- stellter mit Ordnungsarbeiten oder anderen laufenden Arbeiten dieses Archives. Meiner Auffassung sind beide Möglichkeiten ziemlich gleichwertig zu beurteilen, oder wie sehen Sie das? Kurt Peball: Von Seite des Österreichischen Staatsarchivs sind beide Modalitä­ten als gleichwertig zu behandeln. Klaus Oldcnhage: Ich darf die Gelegenheit nutzen, mich auch noch bei Ihnen zu entschuldigen, daß ich den zweiten Teil Ihrer Doppelfrage vorhin gar nicht beant­wortet habe, weil mir die Begeisterung mit dem Austausch durchgegangen ist. Die Frage war, ob ich etwas nennen könnte, was über Deutschland hinaus von Bedeu­tung sein könnte. Ich kann das bejahen, und zwar einfach deshalb, weil wir bei der Vereinigung die spezifischen DDR-Probleme von Anfang an nach ausreichend fun­dierten rechtlichen Vorschriften behandeln konnten, was Sie in den anderen Ländern nicht können, weil Sie ja zunächst grundsätzliche Verfassungsreformen zu machen haben. Die Rechtsgrundlage kann ja dort noch gar nicht vorhanden sein. Ihre Frage mit den privilegierten Benutzungsbedingungen kann ich nur insofern beantworten, 315

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