Sonderband 2. International Council on Archives. Dritte Europäische Archivkonferenz, Wien 11. bis 15. Mai 1993. Tagungsprotokolle (1996)

3. Session / Séance. Sharing of Experience and Exchange of Staff / Partage d’Expériences et Echange des Personnes - Discussion / Interventions

Discussion - Interventions Hans Hofmann: Thank you very much, Mr. Huyda. I think we all admired not only your professional archival know how which I think is rather impressive, but also I must say, your pedagogic talent to draw attention and assist after lunch to your presentation of your paper. I know quite a few good after-dinner speakers, but we heard a perfect after-lunch speaker. To bring the emphasis to one or two points of your lecture, I would suggest that the automated networking on different (national, regional) levels was one of the main messages you tried to give us. On the European - in your words international - level you challenged in a way the ICA to more activity, if I understood correctly and I think that has been well understood: part­nership in this context, solidarity, dialogue with other professions. I open the discussion for both of the presentations: 1. on the terminology and linguist barriers, and 2. on the coordinating research in archival science through dissemination of professional information. Leopold Auer: Nachdem irgendjemand beginnen muß, will ich einiges bemer­ken, sowohl im Hinblick auf die Sprachbarrieren als auch auf die Rezeption fremd­sprachiger Fachliteratur über Archivwissenschaften. Es gibt hier ja tatsächlich noch große Hemmnisse und Probleme, und zwar für alle Sprachen. Es gibt diese Problem der Rezeption sogar für die englischsprachige Literatur, wenn ich daran denke, daß z.B. eine für die theoretische oder fachliche Diskussion wirklich unverzichtbare Zeitschrift wie The American Archivist auch in größeren Archivbibliotheken oder in den Bibliotheken größerer Archivverwaltungen einfach nicht vorhanden ist. Diese Probleme werden noch viel größer, wenn man an die nichtenglische Literatur denkt. Die offiziellen Sprachen des Internationalen Archivrats sind deren fünf (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch - in alphabetischer Reihenfolge). In der praktischen Arbeit des Internationalen Archivrats ebenso wie in der Mehrzahl der UNESCO-Publikationen, etwa im Rahmen des RAMP-Programms überwiegt Englisch und Französisch; in den Bibliographien dominieren ebenfalls das Englische und dann in zweiter Linie das Französische, wenn auch ganz deutlich an zweiter Stelle; andere Sprachen fallen kaum ins Gewicht. Es liegt aber wirklich nicht daran, daß die Literatur in diesen Sprachen nichts zur theoretischen Diskussion beiträgt. Ein Beispiel, wo die Rezeption außerhalb des eigenen Sprachbereichs sehr gering ist, ist natürlich der slawische Bereich, oder um ein bekanntes Wort zu zitieren: Slavica non leguntur. Es ist wirklich erstaunlich, wie schwierig es ist zu erreichen, damit Ergebnisse der archivtheoretischen Literatur aus Zeitschriften in slawischen Sprachen auch in anderssprachigen Zeitschriften rezipiert werden. Obwohl es ist immer riskant ist, Beispiele zu nennen, ohne jemanden zu verär­gern, will ich die Zeitschrift Archeion nennen, die einen phantastischen Rezensions­teil hat und doch in manchen europäischen Ländern einfach nicht vorhanden ist. Ich 273

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