Viga Gyula (szerk.): Nagytárkány. I. Tanulmányok a község településtörténetéhez és néprajzához - Lokális és regionális monográfiák 5. (Somorja-Komárom, 2006)

Szilágyi Miklós: Összefüggések és kölcsönhatások: halászat - sporthorgászat - orvhalászat

v podstate rovnako stará metóda ako ľudský rybolov vôbec. Dodnes je známa aj medzi športovými rybármi. Používatelia rybárskych náčiní, dostupných v obchodnej sieti pre­chovali stáročné rybárske tradície do voľby návnad a výberu rybárskych miest, ako aj do používania ilegálnych metód, športovými rybármi považovanými za „nešportové“: zapich­nutím háku alebo radu hákov s návnadou do brehu (maď. csukahorog, csap'horog, vôghorog, bedobós horog). Zusammenhänge und Wechselwirkungen: Fischfang - Sportangeln - Fischdieberei (Zusammenfassung) Die Gemeinde Nagytárkány liegt nahe der Theiß, am Ufer eines Theiß-Totenzweiges. Das Programm der Feldforschung wurde anhand der Aspekte und Erfahrungen ethnographi­scher Untersuchung in Ungarn über Fischfang zusammengestellt (seit 1887, nach Ottó Herman, erscheinen diese Ergebnisse regelmäßig). Ich musste jedoch auch die Tatsache in Betracht ziehen, dass Fischfang in der Slowakei gegenwärtig nur ausschließlich mit Sportmitteln erlaubt ist, nicht aber mit traditionellen Methoden. Über ihre Fischfangerleb­nisse berichteten die (in den Jahren 1920-1950 geborenen) Männer aus Nagytárkány; sie erinnerten sich gerne an ihre Kinder- bzw. Jugenderlebnisse, wo verschiedene Fischfang­mittel noch legal erlaubt waren. Zugegeben (obwohl nur teilweise), dass sie manchmal gegen das Gesetz verstoßen haben, berichteten sie über verbotene und deswegen verfol­gte, doch auch gegenwärtig immer noch benutzte (Fischdieber-) Methoden, die bereits vor 50-100 Jahren von den ungarischen und anderen Ethnographen als „archaisch“ bezeich­net worden waren. Meine Datensammlung ermöglicht somit auch, durch konkrete Beispiele zu erwägen: wie sind die ökologischen und technischen Erfahrungen des tradi­tionellen Fischfangs in das legale Sportangeln übergangen. Die Mittel und Methoden des Fischfangs, die in Erinnerung der Gewährspersonen in Nagytárkány lebendig sind, bzw. die bei Sportanglern und Fischdieben beliebt sind, sind ziemlich geschichtet; sie zeigen eine Anpassung der ökologischen und gesellschaftlich­wirtschaftlichen Bedingungen in der zweiten Hälfte des 20. Jhs. Bis in die 60er und 70er Jahre hat man in erster Linie mit einem Schleppnetz (ungarisch gyalom genannt), gefischt; die Fischer waren Mitglied einer Fischergesellschaft (Kompanie)-, alle, die ihr Einkommen durch Bodenbewirtschaftung verdiente, ergänzten dies durch Fischfang. Die Mitglieder der Kompanie benutzten dabei in dem vergangenen Jahrhundert (am Oberen Theiß-Gebiet) auch Kleinwerkzeuge; als Diebfischer benutzen sie auch heutzu­tage ähnliche Netzkonstruktionen. Z.B. einen oben und unten offenen Weidenkorb, (ung. tapogató) und dessen Variante aus Eisenstocken und Drahtnetz geflochten; Hebnetz (ung. szák, emelőszák) in mehreren formellen und funktionalen Varianten; Fangreusen, mit denen die Fischstrecken versperrt werden; Ziehnetz (ung. kétköz) von zwei Men­schen im Wasser schleppbar. Bekannt waren bzw. auch heute noch bekannt sind bei Sportanglern andere Fischfangmethoden ohne Fangmittel, nur mit der Hand; diese sind archaische Methoden, so alt wie die Menschheit selbst. Die Mittel der jahrhunderteal­ten Fischertradition sind heutzutage im Handel wiederzufinden, in Form von Anbiss, Angelhaken (ung. csukahorog, csapóhorog, véghorog, bedobós horog), die jedoch illegal sind. 380

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