Schiriefer, Andreas: Deutsche, Slowaken und Magyaren im Spiegel deutschsprachiger historischer Zeitungen und Zeitschriften in der Slowakei - Interethnica 9. (Komárno, 2007)
4 Quellen- und medienkritische Erläuterungen
Diesen beigestellt wurden zusätzlich Redakteure aus kulturellen Bereichen der Stadt Kaschau, die die Zeitung auch ideologisch beeinflussten. Als solche wären etwa Laszlo Klestinszky oder später Joseph Novelly (1869) zu nennen. 4.6 „Der Bote von und für Ungarn“ Von 1833 bis 1835 erschien ebenfalls bei Carl Werfer in Kaschau „Der Bote von und für Ungarn. Ein Wochenblatt für Belehrung und Unterhaltung“157. Als Herausgeber zeichnete Georg Wigand aus Kaschau sowie ab Nr. 52 (1834) Wigand gemeinsam mit Cserneczky. Das Blatt erschien zunächst wöchentlich, ab 1834 zweimal wöchentlich bis zum 26. Juni 1835. In unregelmäßigen Abständen wurde die bebilderte Beilage „Kreuzer Magazin“ sowie ein Intelligenzblatt beigefügt. Beachtenswert sind hier vor allem einige Artikel slowakische Belange158 sowie das Thema der Magyarisierung betreffend159. 157 Ab 1834 mit dem Untertitel „Blätter zur Unterhaltung und Belehrung“, ab 1835 nur noch „Der Bote“. Nationalbibliothek Ungarn, Štátna vedecká knižnica Kosice. 158 Artikel Rumys zu Ján Kollár (2. Februar 1834, 16. Februar 1834); Artikel Kollars vom 24. April 1834 (wahrscheinlich übernommen aus der Budaer Deutschen Zeitung vom 13. April 1834); Auszüge in deutscher Übersetzung (v. Jozef Wenzig) aus „Slávy dcéry“; 13. Dezember 1833 freie deutsche Übersetzung eines slowakischen Gedichtes von Kolo Tatier. 159 Ausführliche Berichte über die Broschüre Hojcovas „Sollen wir Magyaren werden?" (5. Juli 1833); Viele Berichte über die ungesunde (nezdravom) Magyarisierung der nichtmagyarischen Bevölkerung in Ungarn (Potemra 43). 79