Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2011 - Acta Ethnologica Danubiana 13. (Dunaszerdahely-Komárno, 2011)

Tanulmányok - Hans Werner Retterath: A "Német Kelet Keresztje" Bac Harzburg mellett. Egy központi kitelepítési emlékmű, mint a Nyugat-ideológia, a háborús emlékmű kultusz és nép-nemzeti oltalmi munka folyománya (Összefoglalás)

den Vertriebenen zu mäßigen suchte. Ganz besonders strich Rock die Friedensintention des Mahnmals heraus und mahnte indirekt die Wiederherstellung der Vorkriegsgrenzen und die Rückkehr der Vertriebenen an, was mit friedlichen Mitteln erreicht werden sollte.16 Rocks Betonung einer friedlichen Lösung richtete sich an zwei unterschiedliche Adressatenkreise. Er wollte nicht nur nach außen die Denkmalkritiker beschwichtigen, sondern in den eigenen Reihen die Verfechter einer militärischen Option zur Mäßigung aufrufen. Somit drückt sich in den verschiedenen Aussagen zum Mahnmal zum einen das gemeinsame Ziel der Wiederherstellung Deutschlands in den Grenzen von 1937 oder gar der Zeit des Weltkrieges und zum anderen der Widerstreit der Mahnmal-Akteure zwischen militärischer und friedli­cher Lösung aus. Umstanden von Wimpeln und Fahnen wurden nach Rocks Rede aus den Händen junger Frauen der Reihe nach die Wappen Niederschlesiens (Rock kam aus Niederschlesien), Oberschlesiens, des Sudetenlandes, Brandenburg-Berlins, Ostpreußens, Westpreußens, des Warthelandes, Pom­merns, Danzigs und des Baltenlandes von einem Zunftmeister an den Quadern des Sockels befestigt.17 Während der Ham­merschläge des Zunftmeisters sprachen die Beauftragten - wie am Vorabend - beglei­tende Worte und Denksprüche. Dem Kreuz fehlte im Vergleich zu Vorgängerdenkmalen wie dem West­preußenkreuz ein Motto oder eine andere Art der Erklärung. Die Jahreszahlen auf dem Querbalken zielten zwar in diese Richtung, haben aber keinesfalls die Aussagekraft eines Mottos. Diesem Problem kam man mit der Anbringung der Wappen der östlichen Provinzen bei. Die Holztafeln wiesen zwar nur die Wappen und keine erläuternde Bezeichnung auf, doch zumindest für infor­mierte Zeitgenossen trugen sie in unmittel­barer Nähe zum „Kreuz des deutschen Ostens“ zur Mahnmalerläuterung bei. Dadurch wurde klarer, was mit dem „deut­schen Osten“ gemeint war, weshalb die Wappentafeln als Beitrag zu den „Konstruktionen des ‘deutschen Ostens’“ (Scholz 2011, 331-342) zu werten sind. Abb. 4: Kreuz des deutschen Ostens mit Wappent­afeln; Verlag: Film-Foto, Berlin-Tempelhof, Nr. 9 16 Die Friedensintention unterstrich Rock auch in den Überschriften der Berichte zur Kreuzeinweihung, vgl. z. B. Ein Bekenntnis zum Frieden. Schlesischer Gehirgsbole, 1950, Nr. 7, unpag. 17 Entgegen einem zeitgenössischen Foto und einer Ansichtskarte schreibt Kuhne in seiner Broschüre von neun Wappentafeln, die Tafel des Warthelandes erwähnt er nicht. Kuhne 1978, 12. Vgl. das Foto in Kuhne 1978, 13, und die Ansichtskarte des Film-Foto-Verlages, Berlin-Tempelhof, Nr. 9 (vgl. Abb. 4), die zehn Wappentafeln am Sockel zeigen. 88

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