Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2003-2004 - Acta Ethnologica Danubiana 5-6. (Dunaszerdahely-Komárno, 2004)

Tanulmányok - Perger Gyula: A kisemlékkutatás történeti forrásai

können in der Diözese Raab gut festgestellt weiden. Die Reihe der Visitationsprotokolle aus Raab aus den Jahren zwischen 1641 und 1875 ist auch im Landesvergleich bedeutend. Das erste Visitationsprotokoll stammt aus dem Jahr 1641, und zwar aus dem Gebiet der Probstei Sopron, doch in Iván und Simaság wurde bereits 1631 eine kanonische Visitation durchgeführt. Im Jahr 1596 führte der Domherr György Wukovich, Probst aus Pápa, Visitati­onen in Ruszt und Umgebung durch. 1614 visitierte Demeter Napragi, Bischof in Raab, seine Diözese. Der Domherr aus Raab, Mihály Kopchányi, führte 1635 Visitationen in der Umge­bung des Bistums durch. Anhand der Visitationsprotokolle kann das Leben der Pfarreien bis 1875 beobachtet werden. Der allgemeine Aufbau der Protokolle änderte sich nicht seit dem 17. Jahrhundert. Wir erhalten einen Eindruck vom Aussehen der Kirche, von der Einrichtung, vom Gut und Einkommen der Pfarre und so weiter - auf die Raaber Diözese bezügliche Canonica Visitationen sind im Diö­zesenarchiv von Raab anzutreffen (Verzeichnis und Auszug von Dóka 1998) - Abb. 1. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf Statuen und Kreuze auf öffentlichen Plätzen, sowie auf die Personen, die für sie zuständig waren. Oft erhalten wir nur einen knappen Satz über das Existenz und Anzahl der Objekte, manchmal erfahren wir aber auch den genauen Standort: ,,in der Mille der Straße steht ein Steinkruzifix in gutem Zustand [Mezőőrs]"; ,,hier stellt auch ein Kruzifix auf der Stelle der eingestürzten Kirche [Rétalap]";,, nur ein einziges Kruzifix steht, das wird aber schön gepflegt [Kiskarát]" oder aber auch weitere Charakteristika „Zur Pflege der Heiligen Dreifaltigkeitssäule stehen 13 forint zur Verfügung fFelpéc] "; Die Statuen und Kreuze im Freien sind in gutem Zustand [Ráhaszentandrás-Ráhaszentmiklós]. Wir können aber auch richtig aufregende, sagenhafte Geschichten lesen, wie eine das Kreuz in Tét betreffend: Hier, also in Tét, zeigt sich auch wie die bilderstürmenden Lutheraner dem Kruzifix hinterher­jagten, denn ein Kreuz, das auf seinem Platz wieder aufgestcllt worden war, wurde von boshaf­ten Menschen in den Wald geschleppt, und dort hat man das Gesicht des Gekreuzigten grauen­voll zertrümmert. Darüber klagen die frommen Katholiken der Gemeinde, sie trauen sich nicht, ihre heiligene Bildnisse wieder aufzustellen. István Polgár, der Kirchendiener, erhielt von einer frommen Seele 24 forint, um ein neues Kruzifix aufzustellen. Cr traute sich aber nicht, dies zu tun, damit nicht von neuem die Lutheraner in ihrer Wut es verstümmelten, ausgruben oder ähnli­che Gotteslästerung treiben könnten. (Varga Reichardt 1991, 164) Die kanonische Visitation, durchgeführt im Jahr 1875 auf dem ganzen Gebiet der Diözese, zählt alle Kleindenkmäler auf. In diesem Protokoll wurden nicht nur Standort und Beschrei­bung der Objekte niedergeschrieben, sondern die Umstände, wie diese aufgestellt wurden, wenn hierzu die Pfarreien Auskunft geben konnten: Crux in medio Oppidi. vulgo Vörös kereszt, primo ex ligno posita est per Communitatem, et bencdicta per PP. Missionaries ad. 1767. d. 6. Augusti, in Literae obligatoriales communitatis F. sz. Miklós testantur, quibus Oppidum semet ad Crucis hujus conservationcm devincit. In locum lignae hujus Crucis ad. 1803 pia fidelium libcralitate posita est alia ex lapide cum effigie Cruci­fix et Stands a dextris et sinistris S(an)ctorum Vendel ini et Floriani Martyris, mariante connatu­­ralitcr Communitatem conservations obligatione. Crux sequentem ferens inscriptionem: Ideliel­­lieztette a közös huzgóság. hízván, lesz gyiiinöltse Kétféle boldogság. 1H03. 82 Kurz gefaßt: An der Stelle des ehemaligen Holzkreuzes, des sogenannten Roten Kreuzes (Vörös kereszt), das 1767 aufgestcllt worden war, steht das heutige Stein-Kreuz, mit den Asistenzfiguren der Heiligen

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