Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2000-2001 - Acta Ethnologica Danubiana 2-3. (Dunaszerdahely-Komárom, 2001)

1. Tanulmányok - Liszka József: A szlovákiai magyarok populáris kultúrájának időbeli "határai". A 20. századi impériumváltások kultúralkotó hatásai

1938 brachte zwar bestimmte neue Einflüsse mit, doch wegen der Kürze der Zeit und wegen der Kriegsverhältnisse erwiesen sich diese als nicht besonders stark. Schließlich ist diese Bevölkerung weiterhin in einer Randposition geblieben - nur eben auf der anderen Seite der Staatsgrenze. Nach 1945 wurde die Popularkultur der Ungarn in der Slowakei nicht nur auf­grund des Herrschaftswechsels, sondern auch aufgrund der nachhaltigen gesellschaftlichen Umgestaltung stark beeinflußt. Die private Landwirtschaft wurde durch Kollektiv-Produktion ersetzt, Fest- und Werktage wurden durch die neue Ideologie durchdrungen usw. Gegen Ende des Jahrhunderts wirken neben den Modemisierungs- immer stärker Globalisierungsphäno­mene, die nicht nur die Popularkultur der ungarischen Landschaften in der Slowakei einan­der näherbringen, sondern diese auch an die “Weltkultur” anknüpfen (z.B. Graffiti, die auch in den kleinsten Dörfern zu beobachten sind; Pizza, Hot Dog und Hamburger, die die Emährungsgewohnheiten der Ungarn in der Slowakei stark verändert haben usw.). Als Gegenwirkung zur Globalisierung kann man die verschiedenen Erscheinungen des Folklorismus immer deutlicher beobachten (vgl. Petzoldt 1999). Alle diese mit Beispielen illustrierten Wirkungen konnten dazu beitragen, daß das äußere Bild der eindeutig zusammengehörenden Siedlungen an beiden Seiten der ungarisch­slowakischen Grenze (beidseitig grundsätzlich mit ungarischer Bevölkerung) nicht mehr das gleiche ist. Die Mentalität der früher auch kulturell zusammengehörigen Ungarn an den zwei Seiten der Staatsgrenze hat sich ebenfalls verändert. Das bedeutet natürlich nicht, daß die Popularkultur der Ungarn in der Slowakei ganz homogen geworden wäre. Bruchteile früher­er großlandschaftlicher Eigenheiten sind in dieser Kultur bis heute noch vorhanden; sie wer­den in Umrissen auch heute noch sichtbar. Literatur Bausinger, Hermann 1977 Der Adventskranz. Ein methodisches Beispiel. Würzburg-München: Bayerische Blätter für Volkskunde - Bayerisches Nationalmuseum 31 p. /Ethnologica Bavarica Heft 4./ Burke, Peter 1981 Helden, Schurken und Narren. Europäische Volkskultur in der frühen Neuzeit. Stuttgart 1984 Popular Culture between History and Ethnology. Ethnologia Europaea 14, 5-13. p. Fél Edit - Hofer Tamás 1985 Ungarn. In Europäische Volkskunst. Von Bemward Deneke. Frankfurt am Main - Berlin - Wien: Propyläen Verlag, 179-185. p. Greverus, Ina-Maria 1978 Kultur und Alltagswelt. Eine Einführung in Fragen der Kulturanthropologie. München C.H.Beck, 316 p. Hartinger, Walter 1985 Epochen der deutschen Volkskultur. Ethnologia Europaea 15, 53-59. p. Hofer Tamás 1973 Phasen des Wandels im östlichen Mitteleuropa im Lichte kulturanthropologischer Theorien. In Kultureller Wandel im 19. Jahrhundert. Verhandlungen des 18. Deutschen Volkskunde- Kongresses in Trier vom 13. bis 18. September 1971. Hg. von Günter Wiegelmann. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 251-264. p. 1975 Stilperioden der ungarischen Volkskunst. Über einige Möglichkeiten des Vergleichs der Volkskunst in Ungarn und Österreich. Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 78, 325- 338. p. 160

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