Sárospataki Füzetek 16. (2012)
2012 / 3-4. szám - TANULMÁNYOK - Jacob J. Doedens: A sétiták erkölcstelen utódai: az 1Móz 6,1-4 sétita-értelmezésének eredete
BlRELSTTl LEN AUF GRABSTEINEN IM NORDEN DER NIEDERLANDE “Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet” — der Verstorbene war ein Kohen, ein Nachkomme der Priesterschaft Aharons72; Numeri 18, 23 mit einer freien Formulierung von Numeri 8, 25 dazu: “Auch der Levit verwaltete das Amt (Sondern die Leviten sollen des Amts pflegen); und er wurde vom Amt des Dienstes entlassen”73. 7) Texte, die etwas persönliches über den Verstorbenen aussagen. Hierzu kenne ich nur ein Beispiel: Genesis 25, 28: “Rebekka hatte Jakob lieb”.74 8) Texte, die angeben, dass zwei Gräber zusammengehören. Auf jüdischen Friedhöfen gibt es nur Einzelgräber, es ist verboten, mehr als eine Person in einer Grabstätte zu bestatten. Daher bekommen Ehepartner meistens jeder ein Grabmal, auch wenn sie nebeneinander bestattet sind. Wenn zwei Gräber zusammengehören und nebeneinander liegen, wird 2 Samuelis 1, 23 zitiert: “Holdselig und lieblich in ihrem Leben, sind sie auch im Tode nicht geschieden”. Dieser Text steht entweder auf einem Steinbogen, der die zwei Grabsteine verbindet, oder teils auf dem einen Stein, teils auf dem zweiten. Falls die zwei Grabstätten zusammen einen Stein mit zwei Textfeldern nebeneinander haben, steht das Zitat unter dem Oberrand über der ganzen Breite des Steines. Den zweiten Text dieser Kategorie habe ich nur einmal gefunden. Es ist Hesekiel 37, 17: “Und tue eins zum andern zusammen”.75 9) Texte, in denen der Stellenwert bestimmter Buchstaben zusammen die Jahreszahl anzeigt. Weil das Chronogramm fast immer am Ende der biografischen Daten verwendet wird, gibt es in der Provinz Drenthe nur zwei Beispiele eines Chronogramms am Anfang der Grabinschrift. Das erste Beispiel ist das Zitat Klaglieder 5, 16: “Die Krone unseres Hauptes ist abgefallen”, wobei die Buchstaben des Wortes “Krone” zusammen die Jahreszahl 679 (also 5679) anzeigen.76 77 Der zweite Fund bietet eine Anspielung auf Psalm 16, 6: “Gott gab gnädig sein Erbteil aufs Liebliche um zu • r> 77 reizen . Schlussfolgerung Bibelstellen auf christlichen Grabmalen werden vor allem verwendet, um Folgendes zum Ausdruck zu bringen: die Vergänglichkeit des Menschen (Mahnzeichen — Memento Mori), die Erinnerung an den Verstorbenen (Gedächtnis- und Ehrenzeichen), die Hoffnung auf das Jenseits und die Auferstehung (Zeichen der Hoffnung und des Glaubens). Bei jüdischen Grabmalen findet man ähnliche Bibelstellen, wobei die Vergänglichkeit des Menschen durch die Erwähnung des Sterbens und der Trauer ausgedruckt wird, anstelle des Aufrufs, die Lebenszeit zu nutzen. In jüdischen Grabinschriften will das Zitat des Öfteren etwas über den Verstorbenen und seine guten Taten mitteilen, besonders wenn das Zitat ist in die 72 MPL-194. 3 MPL-023; nur Numeri 18, 23 in der Grabinschrift von MPL-088. 74 COV-043. 75 HGV-041, Grabmal von Barend und Mina Cohen. 76 HGV-143, 77 HGV-001; der Text enthält auch den Namen des Verstorbenen: Elchanan, “Gott ist/gibt gnädig”. 201 2/3-4 SÁROSPATAKI FÜZETEK 73