Tabiczky Zoltánné: A Magyar Vagon- és Gépgyár története 1. 1896-1945 (Győr, 1972)
Negyedik fejezet. A háborút megelőző időszak és a második világháború évei. 1930-1945
zeugfabrikation verwendet. Im Jahre 1941 schaltet sich Ungarn in den Krieg gegen die Sowjetunion ein und nun werden die Kriegsausrüstung herstellenden Betriebe schon mit staatlicher Hilfe gefördert. Vom Juli 1941 bis Juni 1944 wurden in die Waggonfabrik 75 Millionen Pengő investiert. Von diesen wurden rund 42 Millionen für die Entwicklung des Flugzeugbaus verwendet. Auf Grund von Patenten hat die Flugzeugfabrik ab 1940 Focke— Wulf—Bomber und ab März 1942 Messerschmidt—Jäger gebaut. Bedeutende Beträge wurden auch zur Förderung des Automobilbaus und der diesem dienenden Hilfsbetriebe verwendet. Zwischen 1941 und 1943 wurde die neue Autofabrik erbaut, 1941—42 eine neue Eisengiesserei und auch die Kapazität der Stahlgiesserei wurde erhöht. Die Autofabrik hat auch weiterhin Botond-Geländerfahrzeuge, dann Turan-Kampfwagen und Rába—Maros-Lastkraftwagen für das Militär erzeugt. Um die Energieversorgung der Waggonfabrik zu sichern, wurde eine Kraftzentrale von 10 000 KVA Leisrung gebaut. Der Arbeiterstand nahm rasch zu und überstieg im Jahre 1944 bereits 10 000. Nach der Besetzung durch die Deutschen im März 1944 erfolgten serienweise Bombenangriffe auf die Fabrik, die bis zum Jahresende die Produktion lahmlegten. Der tragischste war der erste Bombenangriff am 13. April 1944, der mehr als 300 Todesopfer forderte. Ab Juni 1944 wurde die Abteilung Flugzeugbau organisatorisch von dem Stammunternehmen in Győr abgetrennt und als drittes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Wiener-Neustädter Flugzeugwerke und Donau-Flugzeugfabrik von den Deutschen nach Budapest, in die Felsenkeller der Bierbrauereien in Kőbánya, dann im Dezember 1944 nach Augsburg verlegt. Die Maschinen der Waggonfabrik wurden von der Fabriksleitung ab Anfang 1944 gelegentlich der Probefahrten der Botond-Geländewagen in die umliegenden Gemeinden und Herrschaften gerettet. Als im April 1944 die Bombenangriffe einsetzten, begann man die Fabriksbetriebe mit voller Kraft in die umliegenden Gemeinden zu verstreuen. Die Automobilfabrik wurde in der Nähe von Győr, am Sashegy etabliert. Ende 1944 verfügten die Deutschen die Umsied-173 lung der ungarländischen Automobilindustrie auf deutsches Gebiet. Die Automobilabteilung der Waggonfabrik wurde Anfang 1945 in das Protektorat Böhmen-Mähren nach Krumau versetzt, und sollte dort in Arbeitsgemeinschaft mit den bereits früher dorthin verlegten Autofabriken Manfred Weiss und MÁVAG weiterproduzieren. Den letzten Maschinentransport wollte man im März 1945 abgehen lassen. Der Abtransport scheiterte jedoch wegen der Befreiungskämpfe. An der Verschleppung der Verlegung hatten die Arbeiter und Angestellten der Fabrik nicht geringen Anteil, die den Abtransport der Maschinen ins Ausland mit allen Mitteln hemmten und verhinderten, obzwar die Abmontierung und der Abtransport unter der Aufsicht eines Pfeilkreuzler-Detachements vorgenommen wurde. In diesem wichtigen Kriegsbetrieb wurde die Stimmung der Arbeiterschaft wachsam beobachtet. Trotzdem entstand der József Attila Kör und übte seine Tätigkeit aus. Die Mitglieder des Kreises waren in der Giesserei, in der Waggon-, in der Brückenfabrik und in der Flugzeugabteilung beschäftigt, unter den Arbeitern agitierten sie gegen den Krieg und widerlegten die gegen die Sowjetunion verstreuten Verleumdungen. Sie unterhielten eine Verbindung zur illegalen Kommunistischen Partei, verbreiteten die Aufrufe der Partei und stellten auch selbst Flugblätter her. Der Führer des Kreises, der Dichter László János Németh, war Schreiber in der Betriebskanzlei der Giesserei. Im Dezember wurden die Mitglieder des Kreises vom Nationalen Vergeltungsdetachement verhaftet. László János Németh und Lajos Stelczer wurden hingerichtet, die übrigen zu schweren Kerkerstrafen verurteilt. Die Helden des Alltags aber, die ehrenhaft denkenden Arbeiter und Angestellten traten während ihrer Arbeit für das ein, was sie für richtig hielten. Sie schützten die Maschinen vor Zerstörung und Verschleppung; ihnen ist es zu verdanken, dass nach der Befreiung in den Betrieben sofort mit der Arbeit begonnen werden konnte und mit den geretteten Maschinen der Aufbau des neuen Lebens einsetzen konnte.