Pro patria. Tanulmányok - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai III. Tanulmányok 12. (Nyíregyháza, 2004)

Resümees

RESÜMEES István Balogh: In der Schrift „Die Steuerzahlungen des Komitats Szabolcs" (1699-1703) werden die Jahre vor dem Rákoczi-Freiheitskampf vorgestellt. In die­sem Zeitraum wurden alle Bewohner des Komitats durch die Einquartierung von Soldaten und durch ständig steigende Steuern erheblich belastet. Die Komitatsvorge­setzten suchten während ihrer Reisen nach Wien und Buda einflussreiche Beschüt­zer, um die nichtverwirklichbar scheinende Last zu reduzieren- aber mit nicht viel Erfolg, denn die Steuerlast der fast 150 Dörfer des Komitats Szabolcs betrug ca. 64 000 Forint. Die Eintreibung ging nicht ohne Schwierigkeiten vonstatten, das bedeutete, trotz der neugewählten einlussreichen Gönner, eine fast unlösbare Aufga­be. Denn wegen der hohen Steuerlast flohen jährlich immer mehr Menschen. Auch der Adel versuchte sich vor der Steuerzahlung zu drücken, indem sie Leibeigenengü­ter als Pfand benutzten. Von Tag zu Tag erhöhte sich die Zahl der Unzufriedenen, von denen sich viele sich der Fahne Rákóczi's anschlössen, der schon Anfang des Som­mers 1703 unter den Aufständischen des Tiszahát war. Der Aufstand breitete sich bald auf Szatmár, in die Gegend um Szamos und schließlich in näher und weiter entfern­ten Komitate aus. So kam es zu keiner Steuereintreibung des Jahres 1703. Agnes Kovács: Beleuchtet in ihrer Studie Rákóczi und Károlyi neben dem hel­denhaften Herrscher, der im achten Jahr des aussichtslosen Freiheitskampfes Frieden schloss, ohne Opfer zu fordern. Die Persönlichkeit Károlyi's untersuchend, der in der Geschichtsschreibung trotzdem oft als Antiheld dargestellt wird, beleuchtet die Au­torin die Hintergründe und Beweggründe der Geschehnisse des Freiheitskampfes. Fe­renc Rákóczi II. wurde als Spross einer traditionsreichen Familie schon von Kindes­beinen an dazu erzogen, dass er zum Herrschen bestimmt ist und das es seine Pflicht ist, die Familientradition fortzufuhren. Obwohl Sándor Károlyi aus dem Geschlecht der Landnehmer abstammte, war er nur in seiner engeren Heimat, im Komitat Szabolcs und in den Nachbargebieten be­kannt. Rákóczi war gebildet aber verschlossen, Károlyi aber, der seine lückenhafte Bildung auf autodidaktische Art zu schliessen versuchte, war zeit seines Lebens ge­zwungen, die Lage objektiv abzuwägen und auf Veränderungen flexibel zu reagieren. Man konnte ihn nicht beeinflussen, wie Rákóczi, der durch das starke Bewusstsein seiner Mission, sich nur als „souverän" verstand und er war unter keinen Umständen bereit, auf sein dynastisches Erbe zu verzichten, welches 1711 mit der Auflösung der Armee und der Integration Ungarns gefährdet war. Károlyi's politische

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