Die frage der Ungarn-Flüchtlinge von 1956 in Iserlohn. Quellensammlunk - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 35. (Nyíregyháza, 2006)

Quellen - Auszüge aus den Ratssitzungprotokollen

AUSZÜGE AUS DEN RATSSITZUNGSPROTOKOLLEN l. Sitzung des Ältestenrates am 5. November 1956, 17 Uhr, im Dienstzimmer des Oberstadtdirektors Anwesend: Oberbürgermeister Schaefer, die Herren Bürgermeister Ruste­meyer und Fraktions Vorsitzen den Zielke, Römer, Mund, Bodden und Wi Im­sen sowie von der Verwaltung Oberstadtdirektor Wohlert und Verwaltungs­direktor Görke. Der Ältestenrat steht ganz stark unter dem Eindruck der erschütternden Vor­gänge in Ungarn. Um dem so schwer geschlagenen Volk der Ungarn ein sichtbares Zeichen unseres Mitempfindens zu erweisen, wird einmütig be­schlossen, der Ungarn-Hilfe des Roten Kreuzes sofort DM 1.000,- aus städ­tischen Mitteln zur Verfügung zu stellen. 2. Sitzung des Ältestenrates am 26. November 1956, 18.30 Uhr, im Dienstzimmer des Oberstadtdirektors Anwesend : die Herren Oberbürgermeister Rustemeyer und Ratsmitglieder Zielke, Römer und Knubel. Es fehlt der Vertreter der FDP, Ratsmitglied Mund, von der Verwaltung die Herren Oberstadtdirektor Wohler und Verwal­tungsdirektor Görke. OBm. Rustemeyer gibt Kenntnis von einem Antrag des Ratsmitgliedes Rechtsanwalt Klute, auf die Tagesordnung der heutigen Ratssitzung als wei­teren Beratungspunkt „Ungarnhilfe" zu setzen. Anliegen des Rechtsanwaltes Klute ist im besonderen folgendes: „Der Rat der Stadt Iserlohn sollte emst­lich prüfen, ob er nicht in der Lage ist, durch praktische Maßnahmen die Not der Ungarn-Flüchtlinge lindern zu helfen". Das Anliegen wird erörtert mit dem Ergebnis, die Tagesordnung um den Punkt „Ungarnhilfe" zu erweitern. Es wird im Ältestenrat vereinbart, in der öffentlichen Sitzung, in der auch die Presse anwesend ist, zunächst heraus­zustellen, daß, bevor von der Regierung und vom Roten Kreuz und anderen interessierten Stellen aufgerufen wurde zu einer fühlbaren Hilfe, die Stadt

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