Die frage der Ungarn-Flüchtlinge von 1956 in Iserlohn. Quellensammlunk - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 35. (Nyíregyháza, 2006)
Quellen - Zeitungsartikel
angeschnittene Wurst und stürzte wieder auf die Straße. Die Frau stand noch da. Sie nahm das Brot und die Wurst und sagte: „Dank. Vielen Dank." Dann ging sie die Straße hinunter. Der Bauer sah, wie sie im Gehen erst in das Brot und dann in die Wurst biß und von der Straße hinüber auf die schneenasse Wiese sprang, weil sie dort von den entgegenströmenden Flüchtlingen nicht gehindert wurde und besser vorwärts kam. Er verlor sie bald aus den Augen; die zunehmende Dämmerung verschlang sie. 31. IKZ, 4. Januar 1957 S. 6. SIE FLOGEN IN EIN NEUES LEBEN Unternehmen „Sicherer Hafen" ist beendet 10 000 Ungarn über die Luftbrücke nach USA gebracht Von unserem Sonderkorrespondenten hs New York, 4. 1. Am Mittwochabend flog die letzte viermotorige Maschine der amerikanischen Luftbrücke vom Flughafen München-Riem mit 45 Ungarn und General Dany an Bord im Rahmen der damit beendeten „Operation sicherer Hafen" nach New York, wo die Maschine gestern wohlbehalten eintraf. Es waren die letzten der fast 10 000 ungarischen Flüchtlinge, die über die am 27. November errichtete Luftbrücke in die neue amerikanische Heimat gebracht wurden, und es war das größte derartige Unternehmen seit der Luftbrücke für das blockierte Berlin. 152 viermotorige Flugzeuge überquerten im Rahmen dieser Aktion den Ozean. Am Donnerstag saßen wir im Hotel Knickerbocker, 100 Meter vom lärmenden Broadway entfernt, und dachten an das Schicksal der letzten ungarischen Flüchtlinge, die mit uns in 23 Flugstunden in einer Super-Constellation über die Azoren in die USA gebracht worden waren. Für sie begann nicht allein ein neues Jahr, sondern ein neues Leben. Nun sind sie in einem „Safe Haven", einem sicheren Hafen. Bei eisigem Wind, der vorher die große Maschine kräftig durchgeschüttelt hatte, sind sie auf dem 65 Meilen von New York entfernten Militärflugplatz McGuire angekommen und sogleich mit Autobussen nach Camp Kilmer weitergefahren. Hier werden sich ihre Wege trennen. Ohne Propaganda In München-Riem hatten die Amerikaner einen Riesensaal in die von Telefonen, Fernschreibern und dem dazugehörigen Personal wimmelnde Zentrale der Aktion „Safe Haven" verwandelt. Von dort aus leitete Brigadier-General Dany die Aktion. Die Flüchtlinge kamen nachts an und wurden, je nach