Fazekas Rózsa: Gróf Károlyi György naplófeljegyzései 1833–1836 - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 26. (Nyíregyháza, 2003)
Függelék - A naplófeljegyzések német nyelvű szövege
beiläufig, womit ich mir die Zeit vertreibe. Mit einem Wort, das dolce far niente, das in diesem Lande angenehmer als irgendwo ist, das herrliche Klima und der schöne Himmel einen wirklich dazu stimmen. Mein intérieur beim H. V. Devonshire ist eine äußerst angenehme résourse, wenn nichts in der Welt ist, bin ich abends zu Hause, und die Zeit vergeht uns recht angenehm. Er ist, wenn man ihn näher kennt, ein äußerst angenehmer Mann, hat aber das Unglück, taub zu sein, und ist daher wie alle taube Leute nur dann communicatif, wenn man ihn intime kennt, dies macht, daß ihn viele Leute für dumm haken, was er durchaus nicht ist. Ich habe Abend bei Marcellus eine Visite gemacht. Hier ist auch die schöne Mode von Visiten Nachmittag wie in Wien, ich dachte, sie wäre abends zu Hause und wollte einen Teil des Abends da zubringen, indeß war sie eben auf den Punkt, zur Madame de Mestre, die im selben Haus wohnt, zu gehen. Nach einer kurzen Visite wollte ich sie nicht länger aufhalten und ging meinen Wege. Sie sprach mir von der Herzogin, die nähsten Sonntag ankömmt, so viel mir scheint, hält sie mich für amant en titre. Eine recht angenehme réputation! Man kann sich schon darauf etwas einbilden, übrigens hoffe ich, die Leute bald von dieser Meinung abzubringen. Ich habe schon eine Antwort auf meinen Brief vom 1 ""Jänner. Er hat wenig effectiv gemacht. Sie redet noch immer von Freundschaft, und dankt mir für meinen guten Rat, ob sie ihm befolgen wird, ist eine andere Frage. Ich lasse es im Notfäll auf einen gänzlichen Bruch ankommen. 13. [Jänner]. Gestern war große Präsentalion beim Hof, wo alle Fremden vorgestellt wurden und die Einheimischen dem König, Königin und allen Prinzen die Hand küssen mußten. Ich war skandalisiert, daß sogar die Damen diese erniedrigende Zeremonie mitmachten, und der König es angehen ließ. Der Tag war herrlich, wie wir dergleichen wenige im M[onat] Mai sehen. Es war auch ganz Neapel in der Villa Reale und Strada Nuova zu sehen, da eben Sonntag und der Geburtstag der Königs war, abends war die Stadt und das Theater San Carlo erleuchtet, welches letztere eines der schönsten Anblicke, die ich in dieser Art gesehen habe, gewährte. Messina, 7. Februar. Ich hatte wieder einen halben Monat vorüber gehen lassen, und sehe mit Bedauern, wie abermals eine bedeutende Lücke in meinem Tagebuch [ist]. Dies ist hauptsächlich den Lustbarkeiten des Karnevals zuzuschreiben. Indes, was sich seit dem letzten fatto und dem