Fazekas Rózsa: Gróf Károlyi György naplófeljegyzései 1833–1836 - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 26. (Nyíregyháza, 2003)

Függelék - A naplófeljegyzések német nyelvű szövege

belehren ohne im mindesten pedant zu sein. Wie hätte auch ein Mann mit diesem Verstand, und solchen praktischen Kenntnissen in einem solchen Fehler verfallen können. Neapel, L Jknner 1834. Ich fange das Jahr mit einem sonderbaren und nicht sehr angenehmen Geschäfte an: nämlich einen 2 ten Abschiedsbrief an eine alte Frau, die mich mit ihrer Liebe perséquit und ich leider vor einigen Monaten schwach genug war, nachzugeben, und in einigen zärtlichen Stunden mich zu vergessen. Nihil turpius senili amore sagt glaube ich Cicero, und er hat, weiß Gott recht, doch ich werde mir kein graues Flaar darüber wachsen lassen, und obwohl sie determiniert zu sein scheint, mich unter dem Titel Freundschaft mit ihrem caressen zu perséquiren, so werde ich doch noch Mittel finden, ihrer loszuwerden. Habe ich doch mit mancher schönen und jungen Frau in meinem Leben gebrochen, soll es mir mit dieser auch noch gelingen. Es ist wahr, daß die Umstände komplizierter sind, denn als ich ihr gleich nach unsere tallosher séjour, dem ich eigentlich diese Bescherung zu danken habe, einen ziemlich deutlichen, doch höchst schonenden Brief schrieb, wo ich ihr sagte, daß ich sie nie geliebt und nur augenblicklicher Sinnenreiz und Taumel mich vergessen ließen, bat ich doch um die Epistel, wo möglich zu verschönern, um ihre Freundschaft dies bewilligte. Sie [war] höchst freundlich und bat mich, das Geschehen zu vergessen und nur sans rancune wiederzusehen. Dies geschah ungefähr ein Monat später, als ich mich auf meiner Durchreise in Wien dort ein paar Tage aufhielt, und mit Versicherungen, einander stets gut zu bleiben, verließ ich Wien. Beim Abschied aber sagte sie mir, sie hätte in Rom Geschäfte und werde wahrscheinlich in einigen Wochen dahin abreisen. Dies konnte ich wie natürlich nicht hindern, und ich war Tor genug, zu glauben, daß es ihrer Seite bei der Freundschaft bleiben wird. Doch als sie vor einigen Tagen in Rom ankömmt, und das Unglück sie in dasselbe Hotel bringt, wo ich war, fängt der alte Tanz wieder an, und ich miserabler schwacher Mensch, teils weil ich fürn Augenblick nichts anderes hatte, et que je n' aime plus à courir les filles surtout à Rome où elles sont si mauvaises teils aus uns Männern angeborene Schwäche unterliege. Noch eimal. Als ich in der Früh Rom verlasse, erhalte ich einen Brief nebst einen Zettel, worin sie mich ersucht, diese lange Epistel unterwegs zu lesen. Sie ist lang genug, ungefähr 8 Seiten enthält, aber nichts, als das Bekenntnis ihrer Fehler und Schwachseiten, wodurch die alte coquette immer unter der Masque der Freundschaft, die sie mich um Gottes Willen bittet, ihr nicht zu entziehen, eigentlich zu

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