Szabolcs-Szatmár-Beregi levéltári évkönyv 14. (Nyíregyháza, 2000)
Rezümék (angol, német)
FRAU DARABOS BEÁTA MACZKÓ Kisvárda in der Zwischenkriegszeit Die Studie stellt die Rolle, die Entwicklungsstufe der Gemeinde Kisvárda in der Horthy-Ära dar. Die Gemeinde fungierte in ihrem Umland, in dem dichtbewohnten, großflächigen Ober-Szabolcs als Kreissitz, Verwaltungszentrum; mit seinen Bildungseinrichtungen auf mittlerer Stufe, Geldinstituten und mit seinem Krankenhaus übernahm Kisvárda städtische Grundfunktionen. Die Zahl der Bevölkerung stieg schwungvoll, auch durch sein Stadtbild, durch die infrastrukturellen Einrichtungen stich Kisvárda von den umliegenden Gemeinden ab. Auch die Schrumpfung des Einzugsgebietes nach Trianon trug dazu bei, daß die angeschwollene Einwohnerschaft keine Lebensgrundlage mehr finden konnte, die Wirtschaftskrise den Verfall verstärkt beschleunigte. Die Zahl der Geldinstitute, Handelseinrichtungen und Neubauten ging radikal zurück, der Anstieg der Bevölkerungszahl stagnierte. Mitte der 30er Jahre wurde Kisvárda ein Ort, der Bevölkerung freisetzte. Die Industrie-, Handels- und Agrarbevölkerung — deren anteilsmäßiger Rückgang Abwanderung vermuten läßt — kämpfte unter bescheidenen Umständen für ihr Existenz. Es mangelte an einer wahrhaft kap ital starken Schicht, da es in der Zwischenkriegszeit zu keiner bedeutenden industriellen Investition kam. Kisvárda wies einen einseitigen Dienstleistungs- und Handelscharakter mit kleinen Firmengrößen auf, was sich der Eigentümlichkeit der lokalen Gesellschaft entspringt. Sie wurde von dem im 19. Jahrhundert eingewanderten Judentum ausgestaltet, aufbauend auf die Marktfunktion des Marktfleckens und die in der Region wahrgenommenen Handelsfunktion. Trotz all dieser Umstände ist festzuhalten, daß Kisvárda mit den Rechten einer Gemeinde für die Region die Funktion einer Stadt erfüllte. Der Zeitgenosse, Ferenc Végh, charakterisiert glaubwürdig und sehr treffend: „Das heutige Kisvárda ist eine typische Erscheinung. Es ist eine der stadtersetzenden Gemeinden, die im Namen noch eine Gemeinde sind, aber auf Grund der tatsächlichen Bedürfnisse des Umlandes über die Grenzen einer Gemeinde längst hinausgewachsen sind. Ihre Industrie-, Handels- und Kultureinrichtungen sind bereit städtisch, und auch das ganze Leben der Gesellschaft ist städtisch." JÓZSEF MARGÓCSY István Porzsolt (1910-1986) Skizze einer Berufslaufbahn Er stammt aus einer Pfarrerfamilie, das Studium der Theologie scheint selbstverständlich zu sein. Er absolviert auch dieses Studium, aber auf Grund seiner ausgebildeten Neigung zur Philologie erwirbt er auch das Lehrerdiplom für Deutsch und Ungarisch. Sein wissenschaftliches Interesse bindet ihn an das Institut für Psychologie an der Universität, gleichzeitig wird seine linguistische Arbeit fertiggestellt, was ihn zum Erwerb des Doktortitels hätte führen können. Er erteilt Unterricht mit großem Elan, seine einstigen Schüler, Lehramtsanwärter im Kalvineum in Nyíregyháza erinnern sich an ihn auch noch nach Jahrzehnten schwärmerisch. Im Alter von 28 Jahren wird er, vorerst provisorisch, mit der Schulleitung beauftragt, diese Funktion behält er dann sein Leben lang. Seine Laufbahn wird