Szabolcs-Szatmár-Beregi levéltári évkönyv 14. (Nyíregyháza, 2000)

Rezümék (angol, német)

ÁKOS EGYED Bem und die Sekler Im September 1848 organisierten sich die gegenrevolutionären Kräfte in Siebenbürgen und drohten Ungarn in den Rücken zu fallen. Am 29. September 1848 wurde der polnische General Bern zum Oberbefehlshaber der ungarischen Streitkräfte in Siebenbürgen ernannt. Bern beauftragte Sándor Gál mit der militärischen Organisation der Sekler, dieser Stellte in kurzer Zeit mehrere Bataillone auf. Die Bern zur Hilfe eilende Streitkraft der Sekler lieferte einer zaristischen Interventionstruppe Anfang Februar 1849 eine erfolgreiche Schlacht, vereinte sich dann am 19. Februar mit den Truppen des Oberbefehlshabers. Ende Februar befreit Bern Bistritz in Nord-Siebenbürgen, nimmt dann am 11. März Hermannstadt ein. Bern stützte sich in großem Umfang auf seine Sekler-Soldaten, die sich durch ihre Heldenhaftigkeit mehrfach hervorgetan haben. Auch Petőfi beschrieb, was Väterchen Bern und die Sekler verbindet: der Sekler-Soldat ist erst dann wahrhaft mutig, wenn sein Führer noch tapferer ist. Bern war ein solcher. LÁSZLÓ BUKOVSZKY Wahlen zur Volksvertretung im Komitat Nyitra in 1848 In den 1840er Jahren an der Komitatsversammlung der Adeligen im Komitat Nitra sind in den politischen Auseinandersetzungen zwischen den regierungstreuen und oppositionellen Politikern die Vorzeichen einer Wandlung bereits sichtbar geworden. Die Deputierten aus Nitra haben auch die konservative Auffassung vertreten, einer von ihnen, der Vizegespann Kázmér Tarnóczy ist an dem letzten ständischen Landtag durch seine „contrarevolutionären" Vorschläge bekannt geworden. In der Kornitats Verwaltung wurde die adelige Kongregation auf Grund des Gesetzes XVI. vom 1848 durch den ständigen Ausschuß der Volksvertretung abgelöst, dessen Aufstellung auch nicht problemfrei war. Einige Tage vor seiner Konstituierung sind bereits zwei Proklamationen erschienen: Vom Rat von Érsekújvár wurde die Aufmerksamkeit auf die acht Jahrhunderte hindurch andauernde Unterdrückung durch die Adeligen, während von dem oppositionellen „Népkör" auf die Kandidaten gelenkt. Auch an der Vorbereitungsversammlung herrschte eine angespannte Stimmung, die Nepkör-Anhänger demonstrierten gegen die Adeligen. Anläßlich der Versammlung am 1. Mai versammelten sich so viele, daß diese auf dem St. Martin-Hügel außerhalb der Stadt abgehalten wurde. Hier wurden die Deputierten der durch die Opposition unterstützten Gemeinden in die 711köpfige neue Selbstverwaltung des Komitats gewählt, weswegen die benachteiligten Gemeinden Vágsellye, Mocsonok und Ürmény an den Innenminister eine Klage richtete, der den Fall prüfen ließ und beschloß, daß der Ausschuß aus den nicht berücksichtigten Gemeinden um 55 Mitglieder zu ergänzen ist. An den Deputiertenwahlen zum Parlament konnte sich 9 % von der in 11 Kreisen des Komitats lebenden Bevölkerung beteiligen. Die Abstimmungen mündeten in mehreren Orten in einen Skandal, in Privigye und Vágvecse endeten sie sogar mit blutigen Auseinandersetzungen. Die Ergebnisse der gesetzwidrigen Abstimmungen wurden in drei

Next

/
Oldalképek
Tartalom