Szabolcs-Szatmár-Beregi levéltári évkönyv 11. (Nyíregyháza, 1995)

Bukovszky László: A szlovák-magyar lakosságcsere iratai a Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Önkormányzat Levéltárában

Das Schriftgut über den slowakisch-ungarisch eil Bevölkemngstausch im Archiv der Selbstverwaltung des Komitats Szabolcs-Szatmär-Bereg Die Studie versucht eine problembeladene Periode im 20. Jahrhundert zweier mitteleuropäischen Nationen, der ungarischen und der slowakischen zu beleuchten. Nach dem Ausbmch des zweiten Weltkrieges haben die tschechoslowakischen politischen Kreise die kollektive Bestrafung des Unganitums in der Slowakei nach Beendigung des blutigen Krieges in Aussicht gestellt. Die Motivation dieser Vergeltung, wie es mehifach betont wurde, haben sie darin gefunden, daß die etwa eine Million Ungarn, die mit dem Tnanoner Friedensvertrag zu der Tschechoslowakischen Republik geschlagen wurde, durch Mißbrauch der Demokratie unter Masaiyk zum Totengräber der Republik wurde. Eines der bestimmenden Mittel der vielfältige Formen angenommenen Strafe war das am 27. Februar 1046 in Budapest unterzeichnete Abkommen über den gegenseitigen Bevölkeiiuigsaustausch. Man muß wissen, daß bei den Friedensverhandlungen nach dem Krieg die zwei Staaten an gegenüberstehenden Seiten Platz gehabt haben. Der Vertrag war das Ergebnis der ungleichen politischen Auseinandersetzung zwischen dem Verlierer Ungarn und dem Siegerstaat Tschechoslowakei - in seinem Rücken mit der stalinistischen Sowjetunion. Der Kern des erzwungenen Vertrages lag darin, daß es sich bei den Slowaken in Ungarn um eine freiwillige Umsiedlung handelte, für die Ungarn in der Slowakei war es aber ein jede Freiwilligkeit entbehrendes, gewaltsames Diktat. Die Studie stützt sich auf bisher nur teilweise publiziertes Quellenmaterial und versucht Parallelen des Bevölkeiiuigsausta usch es aufzuzeigen, so zwischen Nyiregyhäza und der Gegend um Galänta. Die Umsiedlung der Nachkommen der heimischen Slowaken begann im Herbst 1946, die erste Gruppe der Ungarn kam am 22. April 1947 in Nyiregyhäza an. Der Aufsatz beschreibt die Periode vor der Umsiedlung der Ungarn aus der Slowakei, den Verlauf der Umsiedlung und die Ankunft in der neuen Heimat. Das gleiche gilt für die Umsiedlung der Slowaken. Aufgrund des Bevölkerungsaustausches wurden in Nyiregyhäza und in der Umgebung schätzungsweise etwa zweitausend Ungarn aus der Slowakei angesiedelt, im Gegenzug sind etwa 3,5 tausend Slowaken aus der Stadt und Umgebung freiwillig in die Tschechoslowakei umgesiedelt.

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