Szabolcs-Szatmár-Beregi levéltári évkönyv 11. (Nyíregyháza, 1995)
Margócsy József: Nyíregyháza nemzet- ill. országgyűlési képviselői 1848-1944 között
József Margócsy: Abgeordnete aus Nyíregyháza in der Nationalversammlung und in den Landtagen zwischen 1848-1944 Nyíregyháza ist eine junge Stadt, sie hat erst 1848 das Recht erworben, eigene Abgeordnete in die Nationalversammlung zu entsenden. Im Laufe der untersuchten etwa hundert Jahren haben 16 Personen die Stadt vertreten: es gibt aber einen, der in sechs Legistlatuiperioden ein Mandat erworben hat, in zwei Perioden mehrere. In den meisten Fällen wurde ein Ortskandidat gewählt: die zuvor bereits bewiesen haben, daß sie der Stadt zugute kommen - auch in der späteren Zeit in diesem Geiste tätig waren, auch in lokalen Gremien. Falls kein geeigneter Oitskanditat gefunden wurde, hat die städtische Fühlung meist jemanden aus Obeiungam, der landesweit bekannt war, kandidiert: diese haben aber nach der Übernahme ihrer Mandate keinerlei Kontakte zu ihren Wählern aufrechterhalten. Eine strenge Ausnahme bilden die drei "Fremde" im 20. Jahrhundert: László Fényes, Iván Rakovszky und Antal Eber. Durch kontinuierliche Kontakthaltung haben sie der bürgerlichen Umgestaltung von Nyíregyháza, der wirtschaftlichen und kulturellen Hebung viel beigetragen. Es kann auffallen, daß Nyíregyháza kein einziges Mal einen Aristokraten- oder Gentry-Kandidaten aus Szabolcs gestellt hatte. Es ist dadurch zu erklären, daß die offiziellen Kontakte zwischen der Stadt und dem Komitat reserviert waren, zu freundlichen gesellschaftlichen Berührungen ist es fast nicht gekommen. - Obwohl im 19. Jahrhundert zuerst die überwiegende Mehrheit, später der größere Teil der Stadtbevölkerung evangelischer Konfession war, hat dieser Umstand die Wähler daran nicht gehindert, in der Mehrzahl der Legistlatuiperioden Kandidaten anderer Konfession ins Parlament zu entsenden. Ein denkwürdiger Fall war die letzte Wahl, im Jahre 1939, als der Kandidat der Partei der Pfeilkreuzler in dem ersten Wahlgang unerwartet viele Stimmen erhalten hat. Da hatte der römischkatholische Pfarrer auch über die Zeitung aufgefordert, den offiziellen Kandidaten der Regierung zu unterstützen. Nur auf diesem Wege ist es gelungen, den weltlichen Intendanten der evangelischen Kirche, Kálmán Bertalan zu mehr Stimmen und dadurch zu einem Mandat zu verhelfen. Die Bevölkerung der Stadt war immer treuer Anhänger von Kossuth, so war sie auch Vertreter der Unabhängigkeitsideen. Die Mehrheit ihrer Abgeordneten haben auch ein entsprechendes Programm. Aber wenn die Interessen der Stadt die Unterstützung der Regierung verlangt haben, haben sie anders gestimmt (im Falle von Ferlicska und Dvorcsák), obwohl sich doch gezeigt hat, daß die Stadt keine