Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)
DIE GESCHICHTE DES SZÉKESFEHÉRVÁRER ARCHIVS
Das Archivamt wurde 1 793 ins Leben gerufen, trotzdem wurden in der Ara von József II. zahlreiche Bestimmungen die städtische Aktenverwaltung betreffend verabschiedet. Bedeutend ist unter denen die Bestimmung des Statthalterrates, in derer Sinne es untersagt wurde, von dem Notar oder von anderen Beamten ein anderes Almárium ins Leben zu rufen. 7 Wichtig ist aber dabei die Tatsache, daß die Archive zu dieser Zeit nicht nur Akten sondern auch andere Wertsachen aufbewahrten. Székesfehérvárs erster Archivar war ab 1 788 János Zsarvóczay (Zarnóczay). 8 Früher, 1763-1765 arbeitete er als Schreiber für die Stadt. 9 Im Jahre 1790 wurde der erste Schreiber, József Papp zum Registrator ernannt, sein Gehalt von 100 Forint wurde auf das Doppelte erhoben. 10 Er arbeitete hier bis zu seinem Tode." Nachher kam auf diesen Posten György Soós mit einem provisorischen Auftrag. Das Amt wurde erst 1796 von einem Komitatsbeisitzer, János Szabó erfüllt. Die Arbeit eines Archivars war sehr hochgeschätzt, das zeigt auch die Tatsache, daß unter den 10 Bewerbern auch mehrere Stadtbeamten waren. Durch Geheimvoten wurde endlich János Szabó gewählt, 12 er kündigte aber in einigen Monaten. Danach funktionierte das Archiv ziemlich unorganisiert, vielleicht auch deswegen wollten sowohl die Kanzlei als auch der Rat die Aufsicht ausüben. Schließlich inspizierte das Notariat nach Budaer Muster 13 den Archivar. Dann wechselten sich die Archivaren sehr oft: nach Szabó folgte Mátyás Kis(z)liug, 14 am 3-ten Juni 1801 bei der Beamtenneuwahl wurde György Soós 15 gewählt, ihm folgte nach einer längerer Zeit Mátyás Knitt(e)lhojfer (ab 13. Mai 1814 bis zu seinem Tode.) 16 Am 22-sten November 1816 wurde János Faster auf diesen Posten gewählt. 17 Er wurde mit diesem Amt bis 17. Februar 1820 bekleidet. Später wurde er zum Vizenotar ernannt und hatte höhere städtische Amter. 18 Füsters Nachfolger war 9 Jahre lang István Lasits, der vorher als zweiter Kanzleibeamter arbeitete. Neben seiner Arbeit musste er weiterhin die Intabulationsarbeite der Protokolle führen. 19 Lasits bat 1821 um Gehaltserhöhung aber sein Antrag wurde aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen abgewiesen: „Die Beamten wären einer Gehaltserhöhung absolut würdig, da die Gehälter nicht einmal das Systematicum von 1764 erreichen. Aber die Lehensmittel sind teurer geworden und die Stadt hat leider kein Bargeld. " 20 Er bekam aber Regale zur