Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)

ÜBERBLICK DER HISTORISCHEN LITERATUR VON SZÉKESFEHÉRVÁR

Im Vorwort seines Werkes berichtete Károly über die Schwierig­keiten während seiner Forschungsarbeit, über das unorganisierte Ko­mitatsarchiv und nicht fachkundige Dokumentenaussortierung. Sei­ne Arbeit wurde weiter erschwert, da die Materialien vor den Türken­zeiten sowohl in dem städtischen als auch in dem Komitatsarchiv un­tergangen sind, nur ein paar Urkunden sind erhaltengeblieben. Er suchte Material zum Schreiben der Monographie im Landesarchiv, im Archiv der Familie Batthyány in Körmend, der Familie Lamberg in Mór, der Familie Cziráky in Lovasberénv und der Familie Nádasdy in Nádasdladány. Die Forschungsarbeiten fingen bereits in den 1860-er Jahren an als er als Verwalter auf dem Agárder Besitz vom Grafen Li­pót Nádasdy das Familienarchiv sortierte. In dem zweiten Band des Werkes handelt es sich um die Ge­schichte von Székesfehérvár. Das Werk berichtet über die erste Er­wähnung der Stadt, über ihre geographische Lage, Gründung, Benen­nung und Privilegien, mit ausführlicher Genauigkeit wird die Ge­schichte der Konfessionen, kirchlichen Anstalten, des Kapitels, der Mönchenorden, der Pfarrkirchen und Kapellen geschildert. Er hat in seinem Werk in dem Kapitel „Das innere Leben der Stadt" das Stadt­leben und die Vergangenheit der bedeutenderen Institutionen des Bil­dungs-, Sozial- und Gesundheitswesens vorgestellt. Außerdem hat er in einem anderen Kapitel die Stadtgeschichte chronologisch bearbei­tet. Die weiteren drei Bände der Monographie erschienen zwischen 1899 und 1904 mit der Geschichte der Siedlungen des Komitates. In dem dritten Band der Monographie wurden vor dem siedlungsge­schichtlichen Schreiben auch Zusammenschrifte aus den XIV-XVIII-ten Jahrhunderten mitgeteilt. In den Bändern gibt es reichliches Illustra­tionsmaterial, hauptsächlich Fotos, sowohl über die Stadt als auch über die Siedlungen. Dr. Gyula Lauschmann 23 (1861-1918) beschäftigte sich auch ausreichend mit der Stadtgeschichte. Anfangs arbeitete er als Arzt, er publizierte in der Zeitung „Gyógyászat" (Heilkunde). Später schrieb er eine Studie über Seuchen, Cholera, Tuberkulose und das Gesund­heitswesen in Székesfehérvár. 24 Er bekam nachher starke Interesse für die Stadtgeschichte. 1 899 erschien ein Band über die Vergangenheit der Schauspielkunst der Stadt. 25 Nach der Jahrhundertwende publi­zierte er die Baugeschichte der Zisterzienserkirche. 26 1904 wurde der

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