Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)

ÜBERBLICK DER HISTORISCHEN LITERATUR VON SZÉKESFEHÉRVÁR

selbständiges Büchlein. 7 Seine Meinung über die Abschrift von Székesfehérvár unterscheidete sich bedeutend von der offiziellen Meinung des Bürgermeisters, József Havranek. Moenich bestand auf die traditionelle Namensabschreibung (Székesfejérvár). Moenich widmete seine Aufmerksamkeit in den Jahren vor der Jahrhundertwende der Forschung der Revolution und Freiheitskampf von 1 848-49. 8 Seine in dem Székesfehérvárer Tagesblatt erschiene­nen Artikel waren in erster Linie Quellenmitteilungen, die über die wichtigsten Ereignisse des Freiheitskampfes berichteten. Seine dies­bezügliche Tätigkeit wird noch dadurch unterzeichnet, daß wir zahl­reiche Quellen ausschliesslich aus seinen Werken kennen. Als eine seiner bedeutenden Studien gilt Die alten Statuten der freien königlichen Stadt Székesfehérvár (1741-1775). Mit dieser Frage begannen sich die Forscher der Stadt erst am Anfang des XX-sten Jahrhunderts zu beschäftigen. Es ist auch erwähnenswert, daß er eine sehr wichtige Rolle bei der Unterstützung der stadtgeschichtlichen Forschungen spielte. Seine Hilfe und die Mitarbeit seiner Kollegen bei der Monographie von János Károly sollte unbedingt erwähnt werden. Moenichs Artikel erschienen - oft unter dem Decknamen Károly Magyar - in erster Linie in dem Székesfehérvárer Tagesblatt, das rich­tung Unabhängigkeitspolitik orientiert war. Eines der bedeutendsten Mitteilungsblätter der Stadt - mit Artúr Tóth als Inhaber und verant­wortlicher Redakteur - vertrat die Meinung des Unabhängigkeitskreises von Székesfehérvár. Die Zeitschrifte gewannen neben den Tagesblättern etwas später an Wichtigkeit. Die Zeitschrift Mitteilungen zu der Geschichte von Transdanubien existierte nur ein Jahr lang und erlisch 1911, noch in dem Jahr ihrer Gründung. Der Redakteur war Dezső Rexa und insgesamt wurden vier Exemplare veröffentlicht. Rexa zog bald aus der Stadt und fungierte später als Hauptarchivar in den Komitaten Arva, Fejér, letzlich Pest-Pilis-Solt-Kiskun. Er hatte den gleichen Interessenkreis wie Károly Moenich; er veröffentlichte hauptsächlich Gedichte und literarische Werke. Er beschäftigte sich viel mit der Geschichte der ungarischen Schauspielkunst. Eines seiner bedeutend­sten Werke ist Die Székesfehérvárer Schauspieler in Pest und Buda 1819-1828. 9

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