Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)

ÜBERBLICK DER HISTORISCHEN LITERATUR VON SZÉKESFEHÉRVÁR

Z ahlreiche Schriße aus dem Mittelalter erwähnen Székes­fehérvár, die ehemalige Krönungsstadt. In dem vom König Stefan gegründeten Gesellschaftskapitel wurden sogar in dem Jahr­hundert vor der Verbreitung der Schriftlichkeit viele wertvolle Quel­len aufbewahrt. Das Gesellschaftskapitel bildete eine funktionsfähige Einheit zusammen mit der Krönungskirche und der Begrabungsstät­te. Das Kapitel spielte in der Staatverwaltung eine wichtige Rolle, das zeigt auch, daß immer der jewilige Székesfehérvárer Propst zum Vize­kanzler ernannt wurde (davor war er Wächter des königlichen Stem­pels). Später war dieser Verlauf nicht mehr üblich aber es ist immer­hin festzustellen, daß die Propste wichtige staatliche Posten bekom­men haben, sie wurden zum Kanzler, Vizekanzler und zum königli­chen Sekretär ernannt. Allein diese Tatsache beweist auch die hoch­entwickelte schriftliche Kultur in Székesfehérvár in dem Jahrhundert vor dem Dekret Béla III., was eigentlich über die Schriftlichkeit ver­fügte. Viele episch-historische Schriftsteller waren in dem Mittelalter mit dem Amt des Dompfarrers bekleidet. So auch Akos, der Dompfarrer von Székesfehérvár, der die hunnisch-ungarische Kronik und Márk Kálti, der die Bilderkronik geschrieben hat. Hier arbeitete Domonkos Kálmáncsehi, der zwischen 1462-1474 als Propst des Kapitels zum Heiligen Nikolaus, zwischen 1474-1495 als Propst des Gesellschaftskapitels, später als Bischof in Várad und Siebenbürgen, Erzbischof in Kalocsa fungierte. Der ausgezeichnete Humanist war der Vertraute und Diplomat vom König Matthias. Das Kapitel zum Heiligen Nikolaus lag ausser den Mauern, hier fungierte 1474-1481

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