Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)

GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK ÜBER SZÉKESFEHÉRVÁR

GESCHICHTLIC H ER ÜBE R BUCK Ü B E R SZÉKESFEHÉ RV Á R Felder gehörte der Stadt. Mehr als die Hälfte der Felder waren Klein­besitze und es gab nur sehr wenige Mittelbesitze. Székesfehérvár wich auf dem Gebiet der Felderkultur vom Landesüblichen bedeutend ab, indem hier wenig Getreide und viele Hackkulturpflanzen angebaut wurden. Auf der Hälfte der Felder wurde Mais angebaut. Es gab sehr viele Wiesen, leider zum Schaden der Weiden. Die Weinbaukultur betrug auch das Doppelte des Landesdurchschnitts. Nach der Filoxe­raepidemie wurden die meisten Weinpflanzgebiete mit amerikani­schen Pfropfen bepflanzt. Als Ergebnis der Entwicklung in dem Dualismus nahm die Bevöl­kerungszahl und das Innengebiet der Stadt zu. Ein neuer Stadtteil wurde am östlichen Rand des Innengebietes gebaut, die Stadt erwei­terte sich in den 1920-30-er fahren sowieso in diese Richtung. In den Jahrzehnten nach dem Ausgleich wurde in der Stadt planmäßig ge­baut, neue Institute und Gebäude wurden errichtet. Die Bauarbeite der Institute wurden von der Schatzkammer finanziert, hauptsächlich für die Unterbringung des Militärs und der staatlichen Behörden. Das Stadtbild wurde durch Gestaltung von Parken, Alleen und Plätze be­deutend beeinflußt. Einige Behörden wurden blockweise unterge­bracht, z.B. die Polizei, der Gerichtshof, die Gendarmerie und andere Militärgebäude. Die Verschönerung der Stadt wurde durch die Stiftung „Szépíté­szeti Alap" (1868) verwirklicht und wurde vom Verschönerungsgre­mium mit Behördenrechten ausgeführt. 1 894 wurde das Telefonnetz Székesfehérvár-Budapest ausgebaut. 1873 wurde die Gasbelichtung eingeführt, die an der Jahrhundertwende durch elektrische Beleuch­tung abgelöst war (1. Januar 1903). Die Entwürfe des Kanalisations­systems und die Regulierung der Straßen wurden 1913, ein Jahr vor dem Ersten Weltkrieg verwirklicht. Die größeren Pläne, darunter auch der Starßenbahnverkehr wurden wegen des Ersten Weltkrieges nicht ausgeführt. Zwischen den zwei Weltkriegen organisierte man weitere Ausstel­lungen und Veranstaltungen. 1922 wurde im Rahmen von Zeremo­nien von Landesbedeutung zum Andenken des 700-sten Jahreswende der Erklärung der Goldenen Bulle gefeiert. Dabei wurde der Schau­platz der Bullenerklärung durch eine Gedenksäule auf dem Csúcsos­heg)' markiert. Diese Säule ging im Zweiten Weltkrieg zugrunde. Nach der Jahrhundertwende wurden kleinere Komitatsmärkte abge-

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