Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)

GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK ÜBER SZÉKESFEHÉRVÁR

Ihre Schule existierte bis zur Spaltung der Gemeinde, danach funk­tionierten 2 koeduzierte Schulen, die 1 877 ihre Türe schlössen. Lange hatten sie überhaupt keine Schulen, dann im September 1889 wurde eine eingeweiht. Wegen den Judengesetzen existierte die Schule 1941/42 mit 5 Jahrgängen, zu dieser Zeit waren schon die Juden an ih­rer Weiterbildung behindert, sie durften keine Gymnasien besuchen. Die evangelische Kirche wurde gegen 1850 organisiert, von 1860 bis 1869 war sie die Filiale der Värpalotaer Kirchgemeinde. Ihr Ge­betshaus ließen sie 1873 bauen. 1928 gab es schon auch eine Arbeits­stelle für einen Hilfspriester. Das neue evangelische Kirchengebäude wurde 1932 nach dem Entwurf von Gyula Sandy gebaut. Zum Anfang des XX-sten Jahrhunderts wurde die evangelische die drittgrößte Kirchgemeinde in der Stadt. * Die Ereignisse der Jahren 1848-49 brachten eine Wende in dem Stadtleben. Volksversammlungen wurden abgehalten und die Natio­nalgarde und eine neue Stadtverwaltung wurde organisiert. An den Wahlen zur Volksvertretung gewann Graf István Batthyány Mandat. Wegen den Anfällen der Kroaten wurden alle Bürger in die Armee hineingerufen. Die Truppen von Jellasics kamen am 26-ten Septem­ber in Székesfehérvár an, die Stadtbürger waffneten nach der Schlacht bei Pákozd seine Truppen ab. Neben den Ereignissen des Freiheitskampfes waren diese Monate wichtig, auch wegen der Gestal­tung der bürgerlichen Einstellung. Im Dezember 1848 fing man mit. der Freilegung der Königsgräbe in der Basilika an. Dabei wurden die Uberreste und die Sarkophage von Béla III. und Anna von Antiochien freigelegt. Anfang 1849 geriet die Stadt wieder unter die Macht der kaiserli­chen Truppen, deren Versorgung große Belastungen und Requirierun­gen bedeutete. Die Österreicher nahmen an der Stadt wegen des Auf­standes am 10-ten August Rache, sie legten Brand an, verhafteten und richteten viele Leute hin und auferlegten der Stadt eine Schätzung. (Als Andenken an die Hingerichteten erhob man 1888 eine Gedenk­säule im Halesz-Park.)

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