Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Skizze über die Verfolgung der katholischen Kirche in Ungarn (1945-1957)

In tiefer Ehrfurcht bitte ich die Diözesanbehörde, mögen Sie sich bei der zuständigen Behörde in Szombathely einsetzen, damit hochwürdiger Katechet Dr. Endre Lamatsch und Kaplan János Brenner, unsere Altarbrüder, an dieser offiziellen Dekanatsversammlung teilnehmen können. Meine Bitte wiederholend bleibe ich in tiefer Ehrfurcht Ihr László Murányi Bezirksdekan“ János Brenner erhielt von Generalvikar Dr. Dénes Farkas fol­gende Anweisung: „Der Dekan von Szentgotthárd hat mich informiert, die zuständige Polizeibehörde von Szentgotthárd hätte Ihnen die Zutrittserlaubnis zu der Dekanatsversammlung in Vasszentmihály am 3. Oktober verweigert. In diesem Anliegen habe ich die nötigen Schritte unternommen, und dementsprechend bitte ich Sie, den Bezirkleiter der Polizeihauptabteilung in Szentgotthárd aufzusuchen, sich auf die Vermittlung des ÁEH-Beauftragten Herrn György Kapos zu beziehen und die Zutrittserlaubnis zu erbitten. Ich empfehle mich Ihrem Gebet und bleibe Ihnen in Christus wohlwollend Ihr Dr. Dénes Farkas Generalvikar“ Erst die Maßnahmen des Generalvikars Dr. Dénes Farkas errei­chten, dass János Brenner an der Dekanatsversammlung teil­nehmen konnte. János Brenner politisierte nie, weder in seinen Predigten noch im Alltag. Aber es ist interessant, was er zu den Ereignissen des Aufstandes und des Freiheitskampfes 1956 meinte. Während des Aufstandes gingen die Leute aus Szentgotthárd und seiner Umgebung mit Begeisterung über die geöffnete Grenze nach Österreich. Eines Tages fuhr er auch mit seinem Fahrrad über 62

Next

/
Oldalképek
Tartalom