Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Mitpriester über den Märtyrer
der atheistischen Propaganda gegenüber, nahm Verfolgung, Leiden, Verunglimpfung, Arbeitslager und Gulag auf sich, und es gab mehrere, die ihr Leben für Jesus hingaben. Auch János Brenner kam in Konfrontation mit dem damaligen Kommunismus, dem Atheismus und dem Unglauben, und wurde der Märtyrer seines Glaubens. Und auch wir, meine lieben Brüder und Schwestern, sollen die Konfrontation mit den Idolen des heutigen modernen Zeitalters, mit seiner Unsittlichkeit, Konsumeinstellung und Seelenlosigkeit suchen. Wir sollen Salz sein, das dem grauen Alltag Geschmack gibt. Wir sollen Licht sein, das die Finsternis der Unwissenheit und Gottlosigkeit zerbricht. Salz und Licht sein ist unsere christliche Berufung, und es ist nicht genug, wenn man nur betet und am Sonntag zur Messe geht. Es ist die Nahrung, aber konkrete Taten und Opfer sind auch nötig. János Brenner schöpfte die Kraft zum Martyrium aus dem Gebet und der heiligen Messe, aber er blieb dabei nicht stehen, sondern wandelte in Taten um, was er betete, und verherrlichte mit Taten den, den er in der heiligen Messe feierte, Jesus Christus. Möge das Lebensbeispiel von János Brenner für euch, liebe Gläubige, eine Ermutigung zum ernsthaften, gesammelten und opferbereiten christlichen Leben sein. Möge dieses Kapellchen weiterhin ein Zeichen bleiben. Zeichen dafür, dass man die Bischöfe verstummen lassen kann, auch die Priester, man kann sie einkerkern, töten und die Christen zugrunde richten, aber man kann Christus nicht verstummen lassen, an seiner Kirche werden die Tore der Hölle nicht siegen. Dies soll uns Katholiken mit Stolz erfüllen, meine lieben Brüder und Schwestern: Unsere katholische Kirche hatte, hat und wird heldenhafte Priester, Heilige und Gläubige haben, solche, wie János Brenner war. Amen. 164