Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Mitpriester über den Märtyrer

Zum Weihetag der Brenner-Gedächtniskapelle Szabolcs Molnár Zsida 26. August 2001 Liebe Brüder und Schwestern! Vor fünf Jahren weihte unser Diözesanbischof diese Gedächtniskapelle ein, in der wir jetzt sind. Was ist während dieser fünf Jahre hier geschehen? Viele pilgerten zu diesem Ort, um dem Märtyrerpriester unseres Bistums János Brenner Ehre zu erweisen. Jeden Monat beteten wir an dieser Stätte für geistliche Berufungen und für junge Priester: Mögen diejenigen immer genug sein, die Gottes Wort verkündigen und die Sakramente spenden. Die neugeweihten jungen Priester unseres Bistums, unter ihnen auch ich vor zwei Jahren, feierten hier ihre Primiz, und ihr konntet den jungen Seelsorgern begegnen. Nicht an irgendeinem Ort haben wir uns also versammelt, liebe Brüder und Schwestern, denn diese Kapelle ist ein Ort des Gebetes, der Verehrung und des Dankes. Unser Gebet, unsere Verehrung und unser Dank sind in der Person von János Brenner zusammengefasst. Unser Priesterbruder János ist kein Heiliger alter Zeiten, er ist uns zeitlich und auch geistig nah. Im Dezember dieses Jahres wäre er 70 Jahre alt. Er könnte ein immer noch tätiger Seelsorger sein, der unter uns wohnt und uns lehrt. Er könnte Beichte hören und die heilige Messe feiern. Aber Gott gefiel sein junges, reines und eifriges Leben. In einer Winternacht im Dezember 1957 gab er für Ihn sein Leben hin, mit seinem besten Freund, dem Herrn Jesus Christus zusammen, den er in der Gestalt des Brotes über seinem Herzen trug. „Keiner hat größere Liebe, als wenn jemand sein Leben für seine Freunde hin­gibt“ - dieses Wort des Evangeliums ist in seinem Leben kein lee­rer Satz geblieben, sondern zu einer aufopfernden Tat geworden. 161

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