Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Mitpriester über den Märtyrer

Brenner ganz allein seinen Angreifern gegenüber. Er dürfte wohl gebetet haben, was der Herr Jesus am Kreuz gebetet hatte: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen! Er sollte in das Meer der Leiden untertauchen. Wo war denn der Herr Jesus? Warum half er ihm nicht? Der Herr Jesus war da, lag an seiner Brust. Wir wissen, er brachte einem Kranken das Altarsakrament. Er litt für die Ehre Gottes und das Heil des Kranken. Das Kreuz verwandelt sein Leben in Herrlichkeit. Das Kreuz hat eine wunderbare Wirkung im Leben des Menschen. Es verwandelt und wertet die Dinge um: Was Schande, Leiden und Demütigung in unserem Leben gewesen sein mag, wird durch das Kreuz zum ewigen Wert und ewigen Heil werden. Auch das Leben von János Brenner wurde durch das Kreuz erhöht und verherrlicht. Haben wir keine Angst vor dem Kreuz! Es ist nicht das Zeichen dafür, dass Gott uns nicht erhört hat, sondern es bestätigt, dass wir auf dem Weg Christi wandeln. Dem Menschen in der Nachfolge Christi begegnet früh oder später das Kreuz. Das Leben von János Brenner wurde durch Bosheit aus­gelöscht. Sein Tod - vielleicht hört es sich paradox an - war doch ein herrlicher und seliger Tod. Die Gnade des guten Todes ist ein Geschenk Gottes. Sein Märtyrertod möge uns an die Gnade des guten Todes erinnern. Der Tod ist für jeden Menschen gleich, egal, wie er geschieht, aber es gibt doch zwei Möglichkeiten. Es gibt zum einen den guten Tod im Stand der Gnade, zum anderen den Tod im Stand der Sünde. Der Herr Jesus sagt: Selig sind die Knechte, die ihr Herr in der ihnen anvertrauten Tätigkeit findet, wenn er kommt. Der Tod, die Ankunft des Herrn, hat unseren Bruder János in seiner heilig­sten und schönsten Tätigkeit gefunden, und zwar bei der Ausübung seines priesterlichen Dienstes, beim Versehgang. Wenn wir unseres Bruders János gedenken und ihn verehren und ihm folgen wollen, dann mögen unsere Kranken aus 152

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