Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Mitpriester über den Märtyrer
Sciscia, den heiligen Quirin, nach Savaria, Szombathely, um ihn zu verurteilen und hinzurichten. Er wurde öffentlich vorgeführt und vor allen zur Schau gestellt, damit die Leute erschrecken und eingeschüchtert werden. Der Kaiser irrte sich aber, die Christen erschraken überhaupt nicht und wankten nicht angesichts des gedemütigten Bischofs, sondern wurden sogar gestärkt. Sie standen ihm bei, soweit sie es konnten, und umgaben ihn mit Liebe und Ehrfurcht. Das Leiden des Märtyrerbischofs erzielte also nicht die Einschüchterung, sondern brachte Stärkung im Glauben. In Rábakethely geschah es ähnlich. Der brutale Mord erschütterte alle, aber konnte die Gläubigen vom Kirchenbesuch und Religionsunterricht doch nicht abbringen. Im Glaubensleben der Pfarrei gab es keinen Rückfall, die Gläubigen engagierten sich sogar umso entschlossener und bewusster für die Religion. Sicher gab es eine gewisse Spannung unter den Gläubigen: Ein Schweigen, in dem aber die Verehrung des Märtyrers still heranreifte. Eine Botschaft des Lebens und des Martyriums von János Brenner betrifft den Religionsunterricht. János Brenner gab Religionsunterricht den Kindern in Magyarlak, Máriaújfalu und Farkasfa. Fast alle Kinder waren zum Religionsunterricht eingetragen. Er hielt den Unterricht sehr gern und konnte sich in die Kindern einfühlen, die dies spürten und ihn deswegen sehr liebten, für ihn schwärmten und, was wichtig ist, sie hörten auf sein Wort. Ich muss sagen, und das ist ein Lob: Die Einstellung der Eltern war vorbildlich. Ich selbst durfte dies auch erfahren, und im Namen von János Brenner, aber auch in meinem Namen möchte ich meine ehrfürchtige Anerkennung, meinen Dank und mein Lob zum Ausdruck bringen, dass sie sich damals in jener schwierigen Zeit tapfer für Gott, die Kirche und den Religionsunterricht einsetzten. Die Großeltern haben dafür ihren verdienten Lohn von Gott bereits empfangen. 150