Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Mitpriester über den Märtyrer
Zum 4L Todestag von János Brenner Dr. Gyula Szabó Brenner-Gedächtniskapelle 13. Dezember 1998 Wir sind in diese Gedächtniskapelle von János Brenner gekommen, um in ehrfürchtigem Gebet seines Märtyrertodes zu gedenken. Er erlitt am 15. Dezember 1957 in der Nacht auf den 3. Adventssonntag den Märtyrertod. Wir wollen aber nicht nur gedenken, sondern bringen das heiligste Opfer dar und beten, dass der Herrgott seinen Diener verherrliche und uns in der Beständigkeit des Glaubens stärke, damit er uns in seinem Leiden und Lebensopfer als Vorbild dient. Auf seine Fürsprache möge der Herrgott seine Kirche mit Gnade erfüllen, damit das Glaubensleben aufblüht und wir mit Herz und Seele Ihn und sein Reich bekennen. Wir bitten den Herrgott, möge auch heute die Erfahrung der Geschichte Wirklichkeit sein, die Tertullian, ein Apologet der Christen im 2. Jahrhundert zum Ausdruck brachte: Das Blut der Märtyrer ist die Saat des Christentums. Je mehr davon vergossen wird, umso mehr Christen werden sein. Das Blut der Märtyrer besiegte das Römische Reich, das die Christen verfolgte, und wird weiterhin das Böse immer besiegen, ln der Geschichte sehen wir, in einem Land gewinnt das Christentum erst an Kraft, wenn es auch Märtyrer hat. Die Nachricht über den Märtyrertod von János Brenner erschütterte alle. Welch einen Hass, eine Bosheit und eine Abtrünnigkeit hatten die Mörder in sich, die ihm so grausam und brutal das Leben genommen hatten? Wir können auch anders fragen: Tat er etwas Böses oder schadete er jemandem? Gerade das Gegenteil stellte sich bei den Verhören heraus. 148