Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Bekenntnisse

alles interessiert mich nicht. Ich habe genug davon. Ich hatte auch damals meine Nase voll. Unsere ganze Familie wurde zugrunde gerichtet, unsere Ehre und alles.- Wie lange war Ihr Vater im Gefängnis?- Fast drei Jahre.- Wurde er auch zum Tode verurteilt?- Jawohl, sogar zweimal.- Hatten Sie befürchtet, dass er hingerichtet wird?- Nein, wir vertrauten darauf, dass die Wahrheit siegen wird. Und sie hat gesiegt! Gott sei Dank! Imre Dancsecs- Ehrlich gesagt, können wir ihn [Ferenc Tóka] bis heute nicht ganz für unschuldig halten. Wir können es nicht tun. Wenn der kluge Hund zu ihm hinging, warum ging er zu ihm hin? Oder war das alles etwa vorher ausgemacht, dann war es gekünstelt.- Und wie kam Tibor Kóczán ins Blickfeld?- Das ist interessant. Er war kein tadelloses Kind, saß sogar im Gefängnis. Jemand wurde angeblich in seine Zelle eingesperrt, ein Ermittlungsbeamter als Mitgefangener, und ihm hätte er alles erzählt und wurde so entdeckt. Danach wurde das Urteil gefallt. Man ließ ihn auch die ganze Komödie spielen. Er bekam 6 Jahre, soviel ich weiß. Er saß die 6 Jahre ab. Also soviel. Man musste jemanden suchen, der sozusagen Sünden­bock wurde, dem man alles an den Hals hängen konnte. Es ist sicher, dass er mit dabei war, er kannte ja den Priester gut. Er war früher Messdiener und hatte angeblich Zugang ins Pfarrhaus, aber das weiß ich nicht. Er kannte ihn also. Es war der Köder, er hatte den Priester herausgerufen ... 131

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