Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Bekenntnisse

spielte. Damals wagte keiner im Dorf sich zu dieser Sache zu äußern. László Brenner - Wurden Sie, die Brüder und die Familie, in die Untersuchung damals miteinbezogen?- Wir beide schon. Die Eltern wurden nicht verhört. Uns lud man nach Szentgotthárd vor. Zu jener Zeit war es sehr schwierig, Zutrittserlaubnis in die Grenzzone zu bekommen, uns wurde jedoch eine in fünf Minuten ausgestellt, und wir konnten nach Szentgotthárd fahren. Wir gingen zur Polizei. Das Verhör bestand darin, dass wir in ein Zimmer eingesperrt wur­den, und die Biographie unseres Bruders aufschreiben mussten, besonders in Hinblick auf seine Frauengeschichten.- Warum interessiert man sich bei einem Priester für die Frauengeschichten ?- Fragen Sie bitte diejenigen, die sich dafür interessieren. Im allgemeinen interessieren sich die Leute für die „Frauengeschichten“ der Priester. Einer der Ermittlungsbeamten sagte jemandem: „Wir haben das ganze Leben Ihres Priesters untersucht, aber nichts, nicht einmal das Geringste haben wir gefunden. Ihr Priester war ein sehr anständiger und ehrlicher Priester.“ Erzsébet Kurucz - An jenem Abend gab es in Szentgotthárd eine Versammlung, oder ich weiß nicht, wie ich es bezeichnen soll, an der alle offiziellen Persönlichkeiten und auch die Polizei teilnahmen, anschließend Abendessen. Von dieser Sammlung kamen drei Leute aus Kethely nach Hause und hörten einen Hilferuf. Das geschah gegen halb eins, eins, also zwischen Mitternacht und eins. Sie hörten, dass jemand schrie: „Mein Gott, Hilfe! Ihr Menschen, helft mir!“ Einer von ihnen sagte: „Kommt, lasst 127

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