Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Bekenntnisse

Priester würde. Es kam ihm aber gar nicht in den Sinn, sondern er studierte an der Technischen Universität in Budapest und heiratete. Nach dem Tod meiner Großmutter sind fünf ihrer Enkelkinder Priester geworden. Sie hat anscheinend doch gut gebetet. Erzsébet Kurucz - Kann man einem Ordensmenschen die Berufung nehmen?- Die Berufung kann man nicht nehmen, auch geben kann man sie nicht. Sie ist Gottes Geschenk. Die Berufung ist etwas Unerklärbares, ein Wert, für den der Mensch zu allem Opfer bereit ist. Als ich zum Beispiel noch in Vác im Kloster lebte, wurde unser Gebäude jeden Tag mit Scheinwerfer beleuchtet. Wir legten die Kleider parat, um sie uns schnell anziehen zu können. Man ließ uns nämlich nicht einmal Zeit, uns anzuziehen oder etwas mitzunehmen. Niemand war aufgeregt, dass uns etwas passieren könnte. Meine Eltern kamen zu mir nach Vác und baten Herrn Bischof Pétery, mich zu entlassen. Ich sagte lächelnd: Nein, ich bleibe, ich gehe nicht weg. Wir hatten keine Angst. Die Berufung ist Gottes Geschenk, man kann sie mit keinem Maß messen, auch nicht aufgeben, denn wenn einer seine Berufung einfach so aufgibt, kann er nie mehr zur Ruhe kommen. Wer eine echte Berufung hat, gibt sie ohne­hin nicht auf. Mörder werden gesucht Imre Dancsecs- Alle Männer über 16 Jahre mussten in der Schule erscheinen. Dann wurden wir in Gruppen zu 10-12 Mann, genau weiß ich es nicht mehr, eingeteilt und mussten in den Hof des Hauses drüben gehen. Dort standen wir in einer Reihe. Unter einer 125

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