Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Bekenntnisse

kam ein Ermittlungsbeamter, riss das Blatt heraus und zerknitterte es. Herr Abt Károly Kerekes schrieb ein Gedicht „Lodernde Bluttropfen“, das von den Kindern immer vorgetragen wird. Der 40. Todestag steht bevor, und zu diesem Anlass ließ die Stiftung eine Glocke gießen, die am 14. Dezember um 14 Uhr geweiht wird. Was ist unser Ziel, wenn wir das Gedächtnis von Herrn Kaplan János Brenner pflegen? Ich sage den Gläubigen immer: Sein Gedächtnis sollen wir den Kindern und Enkelkindern weitergeben. Wenn wir vergessen es zu tun, werden wir die gleiche Gesinnung haben wie die Mörder, die wollten, dass es keinen guten Hirten unter den Gläubigen gäbe. Wenn sein Gedächtnis unter uns lebt, dann werden wir ihn bald offiziell und öffentlich als Heiligen verehren dürfen. Wir vertrauen, dass die Umstände des Mordes über kurz oder lang abgeklärt werden. Die dritte Kerze am Adventskranz zünden wir jedes Jahr zu seinem Gedenken an. Drei Kerzen sind lila, die eine ist rot. Wenn die rote Kerze brennt, gedenken wir immer des Märtyrers. Vielleicht noch einige Worte über das geistige und geistliche Vermächtnis von János Brenner. Die Menschen erinnern sich an ihn als an einen richtigen Seelsorger. Wo er nur hinging, ver­stand er sich gut mit den Jugendlichen, den Alten, den Kindern und auch den Gleichaltrigen. Wenn die Kirche hier in Rábakethely oder in einem der Dörfer mit Gläubigen gefüllt ist oder wenn die Jugendveranstaltung gut gelingt, sagen die Gläubigen immer, es war auch in der Zeit von Herrn Kaplan Brenner so. Dr. Gyula Szabó Herr Pfarrer Kozma bewahrte sein Andenken sehr geschickt, still, aber standhaft. In der Kirche von Máriaújfalu wurde eine Gedächtnistafel angebracht. An der Kirche von Rábakethely 113

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