Géfin Gyula: A szombathelyi székesegyház (Szombathely, 1946)

Képek jegyzéke

Am 4-ten März 1945 zerstörten amerikanische Bomber, nebst eines grossen Teiles der Stadt, deren grössten Schatz, die Domkirche. Drei oder vier Minen explodierten im Langschiff und im Chor. Die fürchterliche Kraft der Explosion riss beinahe das ganze Dachwerk ab und schleuderte Balken und Dachziegeln weit auseinander. Vor der Fassade lagen in Stücken die Apostelfiguren des Giebels und die allegorische Frauengestalt des Tympanon. — Tympanon und Haupt­gesims erhielten Sprünge, die obere Hälfte der Stirnseite löste sich von den Tünnen, deren Helme zerstückelt waren, und neigte sich nach vorn. (Abb. 49). Dachwerk und Tonnengewölbe des Langhauses stürzten gänz­lich ein (Abb. 51, 52): das abgerissene Baumaterial — zerfetzte Balken, Bretter, Ziegeln, Mauerverputz und somit auch das zum Staub zer­malmte Deckengemälde — lag in grässlichem Durcheinander meter­hoch im Innenraum auf den zerstörten Betstühlen (Abb. 53). Die Marmorverkleidung der Mauern, der Säulen und des Kranzgesimses hatte sich abgelöst, die Bruchstücke der Chortribüne und der Orgel (Abb. 54), die vom Kranzgesims abgestürzten Profetenfiguren, die plastische Dekoration der Seitenaltäre lagen zermalmt im Schutt, die zu Stücken zerrissenen Altarbilder starrten wie schmutzige Fetzen auf den Beschauer (Abb. 54—58). Das Querschiff steht fest, abgesehen von einigen Sprüngen in der Vierungskuppel, doch Winterhalders farbenreiches Deckengemälde (Abb. 21) ist von der Kuppel gänzlich losgeschält und somit vernichtet worden (Abb. 59). Auch aus Winterhaiders Grisaillen sind nur spär­liche Reste an der Wand festgeblieben. Die schönen Beichtstühle sind zertrümmert. In der Kuppel des Presbyteriums ist wieder ein mächtiges Loch, Winterhaiders Englischer Gruss ist mitsamt der Kuppel herabgestürzt. Der untere Halbkreis der Gloria ist in Stücken, die Marmorsäulen des Hochaltars sind von Sprengstücken stark verletzt und die eichenen Chorstühle sind auch beschädigt worden (Abb. 60). Wie durch ein Wunder ist das Reliquiar des hl, Martin von Tours, des Schutzheiligen der Stadt, der Vernichtung entronnen, ebenso wie dessen Marmoraltar, Cortonas Gemälde: Die Bekehrung Sauls, das Tabernakel und die Mensa desselben. Die Zerstörung der Domkirche 225

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