Tűzoltó Múzeum évkönyve 1. 1984 (Budapest, 1984)

Szilágyi János: Tűzvédelem Aquincumban és a római birodalom más városaiban

Dicke, die auf eine Einäscherung einstiger Holzbauten hinweisen, die jedoch keineswegs immer auf gewaltsame Brandlegung, sondern ebenso auch auf Feuersbrünste durch Zufall ode Fahrlässigkeit zurückzuführen sind. Es sind Anzeichen dafür vorhanden, dass die feuergefärglichen Be­triebe Hand in Hand mit der Entwicklung in der Mehrzahl ausserhalb der Stadtmauern errichtet (Abb. 4.); ferner wurden mehrere Wasser­speicherbecken gebaut. Kunstvoll ausgeführte öffentliche Brunnen wa­ren durchaus keine Seltenheit. So war beispielsweise der säulengesch­mückte Brunnen der Quirinus-Basilika is Savaria (Szombathely) von einer turmartigen Überdachung gekrönt, in Aquincum errichtete einer der Feuerwehrkommandanten einen öffentlichen Springbrunnen, wäh­rend ein anderer Bürger der Stadt einen mit kunstwollcn Wasser­speier versehenen Wasserbehälter spendete. Vom I. und 2. Jht. an wurden die Wohnhäuser im allgemeinen bereits mit steinernen Wän­den und Ziegeldächern gebaut, doch bleiben die Strassen und Plätze auch weiterhin ziemlich eng. Die breiteste Strasse war nicht breiter als 11 Meter und der im Mittelpunkt der Bürgerstadt befindliche Hauptplatz mass bloss 12-20 Meter in der Breite. Auch wurde das lehlen von Feuermauern nicht immer durch entsperchonde, Ausgleich schaffende Vorkehrungen, wie beispielsweise durch Freihalten von Durchlässen zwischen den Wohnhäusern oder anderweitigen Gebäuden wettgemacht. Doch scheinen die für den Städtebau zuständigen Behör­den beobachtet, zu haben, dass der Wind in Aquincum in der überwie­genden Mehrzahl der Fälle aus dem Norden und Nordwesten blies. Bekanntlich verbreitet sich das Feuer stets der Windrichtung nach durch Funkenflug und Übergreifen der Flammen, mithin lässt sich aus dem Umstand, dass die feuergefährlichen Betriebe und Werkstätten vom nordwestlichen Rand der Bürgerstadt im Laufe der Zeit zusehend nach dem Osten und Süden verlegt wurden, auf eine gewisse Absicht­lichkeit schliessen. Man war demnach bedacht, die Feuergefahr von der Stadt durch Übersiedlung der fcueranfälligen Werkstätten in solche Ge­genden fernzuhalten, von denen aus das vom Wind geschürte Feuer nicht andere, in der Windrichtung gelegene Stadtteile übergreifen konnte. Sowohl in Aquincum als auch in anderen Städten Pannoniens wur­den mit erheblichem Arbeitsaufwand grossangelegtc Wasserleitungen (Abb. 7.) gebaut. Im allgemeinen wurde das Heil- und Trinkwasser der Thermalquellen in irdenen Wasserleitungsrohren, die in Steinwände ge­bettet waren, teils überirdisch, teils unterirdisch in steinernen Kanälen in die Städte geleitet. Die abzweigenden Zuleitungen zu den Häusern

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