Kerényi Ferenc szerk.: Színháztudományi Szemle 27. (Budapest, 1990)

IDEGEN NYELVŰ ÖSSZEFOGLALÓK

Symbolismus über. Im Stück geht es eigentlich um das Erleben von Leben und Tod als Abenteuer. Nicht die Poesie der Bühnensprache vermittelt die Aussage des Stückes, sondern der enge Raum, die Verhaltenheit, die Spannung der ständigen Konfrontation von Wirklichkeit und Möglichkeit sowie die sehr straffe Konstruktion. Nicht die Handlung ist wichtig, sondern die Dialoge. Der zweite Akt ist zum Beispiel ein einziger großer Dialog. Neben dem Konflikt zwischen der Berufung und dem finanziellen Vorwärtskommen schildert der Autor die Probleme des Sendungsbewußtseins und des Standhaltens, welche nicht nur das Leben des Arztes einschränken, sondern das jeder Figur des Stückes. Die Figuren werden auch von ihrem eigenen Richter geprüft und fallen durch. Die Seelenkrankheit meldet sich durch die Erkrankung des Körpers und zeigt nach Márai die Konfliktsituationen von Lebensläufen, die sich in Banalitäten erschöpfen. GAJDÓ TAMÁS: DER BRIEFWECHSEL ZWISCHEN SÁNDOR HEVESI UND FERENC HERCZEG Im Handschriftenarchiv des Ungarischen Theaterinstituts und der Landesbibliothek Széchényi zeugen 22 Briefe von der Beziehung zwischen dem Schriftsteller Ferenc Herczeg und dem Regisseur und Theaterdirektor Sándor Hevesi. Ferenc Herczeg war vor dem Zweiten Weltkrieg der Schriftstellerfürst der (noblen) Mittelklasse, einer typisch ungarischen Gesellschaftsschicht. Den größten Teil seiner Dramen führte das Nationaltheater auf. Unter der Leitung von Sándor Hevesi (1922 bis 1932) erlebte Herczeg seine Glanzzeit im Nationaltheater. Mehrere neue Stücke von ihm wurden unter der dramaturgischen Anleitung und inszenatorischen Leitung des nunmehr international angesehenen Hevesi auf die Bühne gebracht und auch seine früheren Stücke neu aufgeführt. Herczeg wurde sogar jene Anerkennung zuteil, die nur den Größten (Shakespeare, Molière) gebührt. Hevesi inszenierte eine Herczeg-Zyklus von den berühmtesten Stücken des Dramatikers. Ihre Beziehung erschöpfte sich aber nicht nur in der Zusammenarbeit am Theater. Herczeg erkannte Hevesis theoretisches und praktisches Wissen an. Er ist der einzige, der auch dann zu ihm hielt und für ihn eintrat, als alle anderen dem abgelösten Direktor den Rücken zukehrten. Ein besonderer Wert des Briefwechsels ist, daß darin auch bisher unbekannte bzw. unveröffentlichte autobiographische Angaben enthalten sind.

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