Kerényi Ferenc: Pécs szabad királyi város német és magyar színjátszásának forrásai a Baranya megyei levéltárban, 1727-1848 (Színháztörténeti könyvtár - Új sorozat 29., Budapest, 1992)

NÉMET NYELVŰ ISMERTETŐ

geplante Theatergebaude in der Király utca aufgebaut ist. Als Gegenlesitung hatte er angeboten, auf seine Kosten auf einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Grundstück ein Sommertheater aufzubauen. Im Jahre 1887 stand bereits das 1000-Personen-Klein­theater, und zwar in der heutigen Dischka Győző utca (damals Kert utca) neben der Stadtischen Turnhalle. In diesem Theater spielte das Ensemble Somogyis schließlich ganze neun Jahre lang. Auf der Bühne des spater „verwesende Holzbude" genannten Sommertheaters sind damals viele namhafte Künstler des National­theaters aufgetreten. Nach der Einweihung des hölzernen Gebäudes konnte das hochgeschätzte Publikum dem beinahe zweiwöchigen Gastspiel von Lujza Blaha und József Németh beiwohnen. Károly Somogyi war aber auch ein hervorragender Organisator. Ihm hatte die Bevölkerung der Stadt zu verdanken, daß im pro­visiorischen Theater immer eine aus guten da sorgfaltig ausgesuchten Künstlern bestehende Gruppe gespielt hat. In diesen theaterlosen neun Jahren konnte der Direktor eine ganze Serie von erfolgreichen Inszenierungen verbuchen. Wegen des großen Erfolges wurden Stücke wie Bánk bán, Die Tragödie des Menschen oder Nora von Ibsen öfters in Szene gesetzt. Die Musikliebhaber konnten öfter die damals europaweit modischen Operetten der Zeit, wie z. B. Sullivans Mikado, oder den Zigeunerbaron gebießen. In der Opern­gattung war Othello am meisten beliebt. Somogyi hat in diesen Jahren eine wahrhafte kulturelle Mission in der Stadt geleistet. Für seine opferreiche theaterorganisatorische und künstlerische Arbeit hatte sich die Stadt auch bedankt, in dem er die Möglichkeit bekommen hat, in dem am 5. Oktober 1895 eingeweihten neuen, prachtvollen Theatergebaude das erste selbst­ändige Theaterensemle zusammenzustellen. Danach hatte Somogyi noch dreimal den Vertrag verlängert bekommen. Mit der Einweihung des neuen Theaters und mit seiner neuen künstlerischen Tätigkeit wurde eine kampferische aber zugleich auch sehr wertvolle thea­tergeschichtliche Epoche abgeschlossen. Es begann eine ganz andere Zeitrechnung in der künstlerischen Sphäre der Stadt, die neuen Erfolge hatten aber ohne die hier vorgeführten Ergebnisse der dargestellten Zeit nicht verwirklicht werden können. Attila Márfi 69

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