Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 2003/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 2003)

VITA - Rostás Tibor: A műemlékvédelem a magyar millenniumban

ginalen Überreste und die wenig eingebauten Originalfragmente verschwinden in den riesigen Millenniumsmauern und werden selbst unglaubwürdig. Generationen werden aufwachsen, denen dieser Palast in Visegrád die ruhmreiche Vergangenheit, den Hof der Könige Sigismund und Matthias bedeuten wird. Also wird unser kollektives Gedächtnis verdreht. Groß ist die Verantwortung des Wissenschaftlers. Die dre Vertreter der Geschichtswissenschaften zum Beispiel deshalb, weil seine Aufgabe und Verantwortung es ist, das sich von Zeit zu Zeit ständig wechselnde Bild neuzuinterpretieren. Mit diesem Bauwerk aber wurde das Wissen unserer Zeit und die Denkweise einiger Fachleute in die Zeitlosigkeit versetzt. Wenn wir in den drei Bauvorhaben gemeinsame Punkte suchen, so finden wir Eins doch. Dass nämlich die grundlegendste Aufgabe und Pflicht, der Schutz und Erhalt des Kunstdenkmals in allen drei Fällen auf die Peripherie gedrängt wurden. Die Konservierung der originalen Gebäudereste ist außer der Kapellenfassade in Esztergom, überall ausgeblieben. Hauptziel war die Bautätigkeit, also die Verewigung unserer Zeit. Es ist frawürdig, welche Wirkung die vorgestellten Experimente auf den ungarischen Denkmalschutz der nahen Zukunft ausüben werden. Es scheint logisch, anzunehmen, dass sie als Beispiel angebracht werden bei anderen Restaurationen, man sich auf diese beruft. Aus dieser Sicht scheint Visegrád, also der Ausbau der Ruine am gefährlichsten. Er soll nur nicht Präzedenzarbeit gehandelt werden, es soll nur nicht die „Wiedergeburt" dutzender anderer Ruinen im Land folgen. Der ungarische Denkmalschutz ringt mit schwerer Wertkrise. Ich fürchte um die Zukunft. Tibor ROSTÁS: HUNGARIAN MONUMENT PROTECTION AT THE END OF THE 20™ CENTURY In the last twenty years the quality of monument protection work has ever decreased. This can be traced in the fields of organization, planning, execution and research as well. The whole was made worse by the reorganization repeated twice: first in 1992 the unrea­sonable dividing up, then in 2001 a cultural super-office was created with the melting in of the spheres of restoration, archaeological objects and finds. Such concentration of power and money existed only in the fifties in Hungary, during the time of total dictator­ship. Beside as a result of the underdeveloped civilian sphere the institution is still in a monopole situation. While leading figures of monument protection were had a decisive role within the office in the 1960-70's, today the majority of the most outstanding researchers, art his­torians is working outside it, not being able this way to influence decisions. The well organized group of researchers was replaced by a bureaucratic team and official work has dominated instead of research. Following the end of the communist era in democracy political power has delegated the leadership. This is problematic only in the case when expert's leading is missing.

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