Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 2002/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 2002)

KIÁLLÍTÁS - Rácz Miklós: Kiállítás a budai Szent Görgy tér kutatásáról

telalterlichen Bauten des Platzes fielen der Türkenherrschaft (1541-1686) bzw. den Stürmen, Großteil der neuzeitlichen Gebäude dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Die endgültige Beseitigung der Trümmer und die archäologischen Forschungen erfolgten jedoch erst im vergangenen Jahrzehnt, die architektonische Neuordnung, das Finden der neuen Funktionen und der Wiederaufbau aber sind die Aufgaben dieser Tage und der Zukunft. Die bisher bedeutendste stadtarchäologische Forschung Budapests und des ganzen Landes brachte auch auf internationaler Ebene äußerst bedeutende Ergebnisse. Bedeutende neue Informationen bieten die Überreste der Bauten aus der Zeit vor der Stadtgründung, die jüdischen Funde des frühen Judenviertels, die Baufragmente des hiesigen Franziskanerklosters, Zierelemente eines spätmittelalterlichen Stadtpalastes. Eines der wichtigsten mittelalterlichen Gebäude auf dem Platz war die vom ungarischen König (1387-1437) und späteren deutsch-römischen Kaiser Sigismund gestiftete Jung­frau Maria-Kirche, die nach der Beschädigung im Sturm von 1686 abgetragen wurde. Architektonisches und geistiges Vorbild des Gotteshauses war die vom Vater des Königs, Kaiser Karl IV. in Nürnberg erbaute, noch heute stehende Frauenkirche. Bei den Ausgrabungen fand man Reste der einstigen Kirchenausstattung und in großer Zahl Skulpturenfragmente. Die Letzteren sind deshalb wichtig, weil sie Beweise dafür bieten, dass der 1974 in der Nähe ans Tageslicht gebrachte bedeutende gotische Skulpturenfund, der die mittelalterliche Kunstgeschichte Ungarns umbewertete, der Abfall der Werkstatt gewesen mag, der den bildhauerischen Schmuck dieser Kirche anfertigte. Die große Zahl der Ausgrabungsfunde erbrachte unermäßliche Menge neuer Informationen über die materielle Kultur im Mittelalter. Einzigartiger Fund ist ein mit­telalterlicher Seidenvorhang, der mit den vereinten Wappen des Anjou-Herrscherhauses und Ungarns geschmückt ist, er wurde in einem Brunnen erhalten. Die neuzeitliche Baugeschichte, Stil- und Funktionswandel des Platzes, die hier gestandenen niveauvollen barocken, klassizistischen und eklektischen Gebäude präsen­tierte die Ausstellung mit detaillierten, anschaulichen Dokumenten. Miklós RÁCZ EXHIBITION ON THE ARCHAEOLOGICAL SURVEY OF ST. GEORGE SQUARE The exhibition of the Budapest History Museum gave the better knowledge of medieval Buda through the architectural history and archaeological excavation of its St. George square almost totally destroyed during the second World War and never rebuilt ever since.

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