Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 2002/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 2002)

MŰHELY - Tolnai Gergely: Táguló lehetőségek – egy kiállítás margójára

Verteidigungsgebäude, die intakte Wände haben, stehen auch unter Denkmalschutz. Zeitlich reichen diese von den urgeschichtlichen Wällen bis zu den Festungen des 19. Jahrhunderts. So kamen die Elemente des Festungs systems in Komárom und die Budapester Zitadelle unter Schutz. Um diese „Tradition" fortzusetzen, wäre es vielleicht zweckmäßig, einige Kampf­und Luftschutzobjekte aus dem 20. Jahrhundert in die Reihe der geschützten Bauten aufzunehmen. Nicht wegen ihrer herausragenden Lage, Werte im Ort, denn kaum einige Objekte haben Maße und Lage, die ihnen eine Rolle im Stadtbild zukommen lassen, sondern weil diese charkteristische Gebäude der Geschichte des gerade vergangenen Jahrhunderts sind, den Wandel der Geschichte und sogar des politischen Lebens wider­spiegeln. Von militärischen Eimichtungen ist auf dem Gebiet Ungarns nicht viel erhalten geblieben. Lediglich auf dem Gebiet von Győrszentiván und Esztergom gibt es einige Kampfstellen aus Beton sowie in Budapest einige Kommandounterstände, auch auf dem Gipfel des Hármashatárhegy ist noch eine Luftschutz-Batteriestellung. Die Mehrheit dieser Stellungen ist auch heute in Gefahr: Beim Einbau ihrer Umgebung wer­den sie teilweise um- bzw. abgebaut, die unter die Erdoberfläche gebauten langsam eingeschüttet, oder absichtlich mit Müll gefüllt. In die andere Gruppe der militärischen Einrichtungen des 20. Jahrhunderts gehören die Objekte des Luftschutzes, der zivilen und militärischen Selbstverteidigung. Zu diesem Kreis kann man die Schutzräume, die Beobachtungs- und Fluchtstellungen zählen. Achten wir auf die Aspekte des Denkmalschutzes, dann ist es zweckmäßig, neben den zwei letztgenannten Untergruppen nur die an die Erdoberfläche gebauten großen, selbständigen bomben-, gas- und splittersicheren Schutzräume zu sammeln. Abhängig von der Aufgabe wurde ein Teil der Objekte für 200-1200 Personen ­besonders in den dicht bebauten Stadtkreisen - in die Erde gesenkt. Wo aber genug Freiraum zur Verfügung stand, dort entstanden die Einrichtungen aus Kostengründen lieber auf der Oberfläche. Diese Schutzräume waren auch so schon so teuer, daß sie zum Schutz von Massen nicht geeignet waren, nur zum Schutz der Arbeiter in den hervorgehobenen Industrie-, öffentlich-rechtlichen und Verkehrsbezirken wurden solche gebaut. So sind diese besonders auf Fabrikgeländen, in Bahnknotenpunkten zu finden. Die anderen Einrichtungen des Luftschutzes sind vor allem budapestweit die Luftschutz-Beobachtungsstände. Diese gehören in zwei Hauptgruppen: In die Eine zählen die nach einheitlichen Plänen gebauten zylinderförmigen Beobachter mit Kegel, die an den Standorten der Beobachtungsposten der hauptstädtischen Luftschutz­Kommandatur entstanden, die andere Gruppe bilden die Beobachter der örtlichen und industriellen Schutzgruppen, also nicht der zentralen Organe. Bis die zentralen Beobachter im Allgemeinen auf Berggipfel mit guter Aussicht angesiedelt hat, plazierte man die letzteren im Algemeinen in die Ecken der Dächer höherer Industriebauten, Depots, Bürohäuser, man findet welche aber auch auf Kirchtürmen, Giebeln von Schulen und im Inneren von Zierkuppeln öffentlicher Gebäude. Da der Bau dieser Aufgabe des örtlichen Bürgerschutzes, der Luftschutzkommandatur war, und sie hoch-

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