F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1998/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1998)

MŰHELY - Kövesdi Mónika: A tatai Esterházy-nyárilak dísztermének falképei

Monika KÖVESDI WANDMALEREIEN IM PRUNKSAAL DER ESTERHÁZY­SOMMERHÜTTE VON TATA Tata und seine Umgebung gelang 1727 in den Besitz der Esterházys. Im Laufe des 18. Jahrhunderts ließ die besagte Familie Tata die eigenen Repräsentationsansprüche be­friedigend als einen herrschaftlichen Marktflecken und ein Verwaltungszentrum der Grundbesitze ausbauen. Aufgebaut wurden die Residenz der Familie, die Patronats­kirche, um das Unterrichtswesen zu fördern siedelten die Esterházys die Piaristen an. Dank ihrem Mäzenatentum entwickelte sich Tata bis zum Jahrhundertende zu einem blühenden Marktflecken. Die letzte bedeutende Bautätigkeit des 18. Jahrhunderts war die Anlegung des englischen Parks und die Errichtung des Gartenhauses. Neulich kam es zur Erforschung der inneren Wandmalereien dieses wiederherstel­lungsbedürftigen Gebäudes, als in den Sälen die Schicht der originalen ornamentalen Ausmalung hervorkam. So begann die denkmalpflegerische Untersuchung, welche ein­erseits auf die Wandgemälde und die Originalausmalung ausgerichtet war, andererseits die Vermessung des Zustandes des verfallenden Baus beinhaltete. Hiermit möchten wir den Leser vor allem auf die Ausmalung des Prunksaales aufmerksam machen: es geht um ein derart bedeutsames, großangelegtes und infolge der Funktion des Gebäudes dermaßen spezifisches Ensemble von Wandgemälden, daß seine Rettung und Restaurierung einen riesigen Gewinn für die Kunstgeschichte und den Denkmalschutz bedeuten würde. Den Bau ließ 1784 der damalige Herr der Esterházy-Herrschaftsgüter von Tata und Gesztes, Ferenc Esterházy bauen. Damals stand bereits am Ufer des Teiches die von Jakab Fellner errichtete Residenz, weiterhin waren die Geländeplanung zwischen dem Öreg-Teich und dem Cseke-Teich, die Anlegung der englischen Gärten ebenfalls im Gange. Am Ufer des Teiches führte eine Allee vom großen Schloß bis zum englischen Garten am Cseke-Teich, in dessen Mittelpunkt man das Gartenhaus oder - wie es des öfteren erwähnt wurde - die'Sommerhütte aufbaute. Der Architekt, József Grossmann war Jakab Fellners Nachfahre im herrschaft­lichen Bauamt, und dieses Gebäude ist sein einziges bedeutendes, erhalten gebliebenes Werk. Die Massengestaltung des Gebäudes, der hervorspringende Risalit des Prunksaales von kreisförmigem Grundriß wie auch die Lösung der Terasse mit der konkav-konvexen'Treppe widerspiegeln den Barockgeist, andere Details aber - die hintere Fassade, das Gesims - tragen die Stilmerkmale der Klassizisierung an sich. Der Gesamtbau mit seinen adeligen, gemessenen Proportionen und seinem eckigen Block gilt als eine Verkörperung des Geschmacks des klassizierenden Spätbarocks. Der Mittelpunkt des einstöckigen Fünfachsenbaus, der sowohl im Grundriß als auch in der Außengestaltung betont wird, ist der Prunksaal mit regelmäßigem kreisför­migem Grundriß, dessen Höhe zwei Stockwerke einnimmt und welcher vor der Gartenfassade mit einem Risalit von trapezförmigem Grundriß hervorgehoben wird; vor dem Risalit geht eine geräumige Terasse auf den Garten. Auf der Attika über dem

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