F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1997/1-2. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1997)
MŰHELY - Koppány Tibor: A zsennyei Sennyei-Bezerédi kastély és kutatása
alaprajzú, fent kerek oszlopba átmenő lábazat és egy olyan elszedett hasáb rétegköve található, amely lent ferde rézsűbe megy át. Közlésük megengedését ezúton köszönöm Lővei Pálnak. 19. Sisa József és Mészöly Győző i. h. - Itt köszönöm Sisa Józsefnek, hogy felhasználásra átengedte Bezerédj Elek unokájának, Hertelendy Gábornénak a kastély történetéről 1976 és 1978 között hozzá írott leveleit. Tibor KOPPÁNY DAS SENNYEY-BEZERÉDY-SCHLOSS UND DESSEN BAUGESCHICHTLICHE ERSCHLIESSUNG Im benannten Schloß am Werstrand Ungarns, im Komitat Vas kam es im Sommer 1983 zu einer baugeschichtlichen Sondierung, deren Ziel es war, die Baugeschichte des innen und außen vielerlei Stile zeigenden Gebäudes zu klären. Dies war notwendig, weil das Schloß in recht schlechtem Zustand war und die Wiederherstellung erst nach der Klärung der Bangeschüchte begonnen werden durfte. Im Schloß befindet sich seit 1953 das Erholungsheim des Verbandes ungarischer bildender Künstler. Vom zweistöckigen Gebäude mit Doppelkreuzgrundriß wurde bereits 1953 festgestellt, daß es aich mittelalterliche Teile besitzt, doch sind die Fassaden und das Innere zum Teil spätbarock, zum Teil romantisch-neugotisch. In Erdgeschoß befindet sich der Wirtschaftsteil des Erholungsheims, Küche und Speicherräume, sowie Gesellschaftsräume. Im ersten Sock liegt der Speisesaal. Daneben und im zweiten Stock die Gästezimmer. Während der kaum eine Woche dauernden Sondierung gelang es durch abschlagen des Verputzes von den Fassaden und in einigen Zimmern festzustellen, daß die mittleren zwei Räume tatsächlich mittelalterlich waren. In dieser ersten Bauperiode entstand ein zweigeschossiges Adelswohnhaus. Der genaue Zeitpunkt der Entstehung ist unbekannt. Darauf lassen nur in den jüngeren Mauern gefundene Brchstücke gotischer Tür- und Fensterumrahmungen folgern, welche auf die erste Hälfte des 15. Jahrhundets deuten. Bauherr durfte die sich nach dem benachbartenDorf benennende Sennyey-Familie gewesen sein, welche schriftliche Quellen seit der Mitte des 13. Jahrhunderts erwähnen. An der Südseite des einstöckigen Hauses stand noch ein turmförmig gebauter Raum. Am Anfang des 16. Jahrhunderts wurden einzelne Tür- und Fensterumrahmungen durch Rahmen mit Renaissancegliederungen ersetzt. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Haus samt den dazu gehörenden Nebengebäuden mit einem Wassergraben und innerhalb dassen mit irgendeinem Schutzmauerwall befestigt, vermutlich gegen den um die Mitte des Jahrhunderts den mittleren Teil des Landes bereits erobernden osmanisch-türkischen Vordrang. Seit dieser Zeit nannte man das Gebäude "Kastell". Um 1670 wurde das innerhalb des Grabens und Walls stehende Wohnhaus an beiden Enden zweigeschossig mit je einem Raum verlängert.