F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1994/2. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1994)
KIÁLLÍTÁS - Lővei Pál: „Közép-európai barokk kezdeményezés"
Ukraine, vom Baltikum, von Deutschland und Österreich vertreten. Die ausgestellten Werke aus den lokalen Sammlungen stammten dagegen aus wohlbekannten standigen Ausstellungen (Wilanów, Lazienski), überraschende Stücke wurden aus den Depots nicht „ausgegraben". In der Skulpturenausstellung von Poznan verlegte man die zwei Schwerpunkte auf die Skulptur von Schlesien und Klein-Polen (Lemberg, heute Lvov, Ukraine). Die Grundlage der auf alte Traditionen zurückblickenden, „eingefahrenen" österreichischen Austellungen bildeten die reichen Sammlungen des Landes, dabei hat man auch Kunstgegenstände aus den Museen Westeuropas (Madrid, Brüssel, Antwerpen, Deutschland, Florenz) ausgeliehen, und Kunstwerke aus Slovenien, Böhmen und Ungarn wurden ebenfalls ausgestellt. Die Objekte der kroatischen Ausstellung wurden auch aus vielen Orten eingesammelt, indem man sich ausschließlich auf einheimisches Material stützte. In Kenntnis der im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien vorgehenden Ereignisse scheint es aber an und für sich eine wichtige Tat zu sein, daß z.B. die eine lange Belagerung erlebenden Städte Dubrovnik und Eszék (Osijek) wie auch die in die Nähe des Krieges getriebene Stadt Újlak (Ilok) ihre bedeutenden Kunstwerke zukommen ließen. In Prag hat man sich auf die einheimischen Sammlungen - hauptsächlich auf das Material der Prager Nationalgalerie - gestützt. Die Ausstellungen überblickend spüren wir natürlich eine gewisse Mangelhaftigkeit. Bedauerlich ist das Ausbleiben der norditalienischen Gegenden - für den Fortfall der beiden venetischen Veranstaltungen entschädigt uns nicht einmal die Tatsache, daß in den Ausstellungen von Zagreb, Prag und Budapest viele Werke italienischer Künstler gezeigt wurden. Die Bearbeitung der Architektur ist eigentlich vollkommen ausgeblieben - gerade das wäre das Thema einer der italienischen Ausstellungen gewesen -, das konnte durch die originale barocke Umgebung einiger passender Schauplätze nur in geringem Maße ersetzt werden. Noch dazu beachtete das mitteleuropäische Barock die heutigen Grenzen der Mitteleuropäischen Initiative nicht, deshalb vermißte man eine bayerische (Passau usw.), eine sächsische (Dresden), eine preußische (Berlin) und eine selbständige siebenbürgische Ausstellung. Durch das Ausleihen von Kunstgegenständen ist es noch den Veranstaltern der ungarischen Ausstellungen - mit Hilfe ihrer Kollegen in Hermannstadt - am besten gelungen, letzteren Mangel zu ersetzen. Pál LŐVEI CENTRAL-EUROPEAN EXHIBITIONS OF THE „YEAR OF THE BAROQUE" The report of the exhibitions published here has already appeared in an abridged version in English with the title „Celebrating the Central-European Baroque" in The Hungarian Quarterly, volume 34, autumn 1993. pp. 141-156.