F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1993/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1993)
MŰHELY - Jánó Mihály: A székelydályai református templom kutatása
Wandmalereien mit Fragmenten der Szenen der St.-Ladislaus-Legende, ferner einer großformatigen St.-Georg-Darstellung. Mit dieser Malerei übereinstimmende bemalte Putzstücke sind auch aus der Auffüllungsschicht des Chores zum Vorschein gekommen. Aus dieser Periode dürfte auch das einfache, mit Walzengliedern versehene, südliche Spitzbogenportal, femer ein kleines frühgotisches Fenster an der Südwand stammen. Man kann den ersten bedeutenderen Umbau der Kirche in die Mitte oder zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts setzen, als an der Stelle des kleinen alten romanischen Chores ein längerer, mit fünf Seiten des Achtecks abgeschlossener gotischer Chor erbaut wurde. Am Ende des Jahrhunderts wurde auch die Ausmalung des Chores in Angriff genommen, und gleichzeitig, durch die Erhöhung der Schiffswände, wurden die beiden südlichen gotischen Fenster des Schiffes verfertigt, weiterhin die gotischen Stützpfeiler. Im Laufe der Forschung ist an der nordöstlichen Wand des Chores, mit Überresten von Wandmalereien (Darstellung der FD. Margarethe, usw.) umgeben, ein aus demselben Zeitalter stammendes gotisches Sakramenthaus zum Vorschein gekommen. Die Renaissance-Ausmalung des Chorgewölbes, ein reiches Blätter- und Rankenmuster, mit wohlbekannten Wappen und figuráién Darstellungen erweitert, kann in das erste Drittel des 16. Jahrhunderts datiert werden. Aus der Deformierung der Rippenbögen des Gewölbes und aus den fehlenden Verbindungselementen der Rippen folgernd ist es nicht ausgeschlossen, daß das Gewölbe vor der Ausmalung ganz neugemauert wurde. Ob das Schiff gewölbt war, konnte durch die Forschung bis jetzt nicht bestätigt werden. Die nächste wichtige Etappe in der Geschichte der Kirche war, als infolge der Verbreitung der Reformation das wahrscheinlich in einem nicht besonders guten Zustand befindliche Gebäude in die Hände der Kalvinisten gelangte. Nach 1624 wurden in der Kirche gewiß zahlreiche Reparationen, kleinere Umgestaltungen durchgeführt. Die größte bekannte Veränderung war die Errichtung der neuen, kasettierten, bemalten Holzdecke des Schiffes im Jahre 1630. Damals wurden die grossen südlichen gotischen Fenster durch die Vermauerung ihrer oberen, spitzbogigen, maßwerkverzierten Teile verkleinert, ferner wurde im Chor bereits in dieser Zeit die kleine hölzerne Empore an der Stelle des Altars verfertigt. Die größeren Umbauten der Barockzeit dürften zwischen 1770 und 1802 erfolgt sein. Diese betreffen vor allem den Innenraum, bzw. den westlichen Teil der Kirche, wo die Westmauer beinahe völlig abgetragen und der barocke Turm aufgebaut wurde. Nachdem hier, durch das Erdgeschloß des Turmes, ein neuer Eingang eröffnet worden war, vermauerte man die gotische Tür in der Südwand. Die neue spätbarocke Empore hinter dem Turm wurde gleichfalls zu dieser Zeit erbaut, wie auch die Kanzel, bzw. der neue Triumphbogen. Die letzte große Umgestaltung erfolgte zu Beginn unseres Jahrhunderts. Das Fußbodenniveau des Innenraumes wurde cca um einen halben Meter erhöht, ein Teil der Einrichtung ausgetauscht, gleichzeitig der Steinrahmen des Südtores neubehauen, umgestaltet, schließlich wieder vermauert. Das Andenken dieser Arbeiten hat die Inschrift am Portikus bewahrt: „Erneuert 1927". Die jetzige Phase der Forschung und die in ihrem Verlauf freigelegten wertvollen Details machen uns darauf aufmerksam, daß wenn es auch Anstrengungen