Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)
Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)
Die westliche Zone Transdanubiens nahm den Kontakt nur auf dem nördlichsten Teil, im Fall von Ödenburg und Raab mit diesem Gebiet von nationaler, manchmal auch die Grenze überschreitender Bedeutung auf, sie wurde also eher vom Randgebietswesen als von einer engen Verbindung zum Zentrum bezeichnet. Die Ortschaften - Dank der ausserhalb dem glücklichen Ausbleiben aus der türkischen Herrschaft und der aus der damit zusammenhängenden Verheerung - das türkische Reich erstreckte sich ungefähr bis zur östlichen Grenze des westlichen Transdanubiens - diesem auch auf die Neuzeit gültigen Charakter eines Grenzgebietes aufbewahrten im bedeutenden Maße ihre mittelalterlichen Sakralbauten, eines von den wichtigsten Denkmalkomplexen der Dorfkirchen der Spätromanik in Ungarn. Charakteristisch war dennoch für dieses Gebiet im Laufe des Mittelalters auch eine eigenartige Urbanisationsentwicklung, die vor allem für einen Teil der wichtigsten Ortschaften vom eben das Thema der vorliegenden Bücher bedeutenden Komitat Vas galt: anstatt der Marktflecken, die unter den Dörfern, den Wochenmarkt veranstalteten, in ihrem Siedlungsbild aber den Charakter eines Dorfes aufbewahrten auch das Jahrmarktrecht erworben, und die das Land am Ende des Mittelalters dicht durchzogen haben, sind hier Ortschaften von kleiner Bevölkerungszahl, aber vom Charakter einer Stadt geprägt. Solche waren Eisenstadt [ung. Kismarton; Burgenland] im Komitat Sopron, beziehungsweise Güns im Komitat Vas, aber mit gewissen Beschränkungen können die auch auf dem Gebiet vom Komitat Vas liegenden, und ebenso mit königlicher Privilegienurkunde ausgezeichneten Eisenburg [Vasvár], Sárvár, Körmend zu diesem Typ der städtischen Entwicklung gerechnet werden. 43 Der größere Teil der wichtigen, reichen, fast ausgeschlossen königlichen, von den Arpádenkönigen gegründeten kirchlichen Zentren befand sich nicht in der westlichen Zone, wie nicht einmal das Erzbistum von Gran, die Bistümer von Fünfkirchen, Veszprém, Raab, die Propstei von Stuhlweissenburg, das Körperschaftskapitel von Ofen (Altofen), Dömös und die Abteien der Benediktiner in Pannonhalma, Tihany, Pécsvárad, Somogyvár, Szekszárd, der Johann itenkonvent in Stuhlweissenburg, die Abteien der Zisterzienser von Cikádor, Zirc, Pilis, das Dominikaner Nonnenkloster auf der Margareteninsel bei Ofen, das Klarissenkloster in Altofen, das Karthäuserkloster in Lövőid (Városlőd) und das Körperschaftskapitel in der Ofener Burg. Eine Ausnahme bildet das Sankt Gottharder Zisterzienserkloster von königlicher Gründung (Béla III., 1183) - dessen Baureste ist, abgesehen von der Steinmetzarbeit-Sammlung von Ják, die größte Befundgruppe des Komitats -, das ebenso vom König gegründete Dominikanerkloster in Eisenburg (Béla IV, in den 40-er Jahren des 13. Jahrhunderts), beziehungsweise die privatgestiftete, reiche Zisterzienserabtei von Klostermarienberg (der Banus Domonkos aus dem Stamme Miskolc, 1197) vormals auch im Komitat Vas ergaben, 44 deren letztere, drei schiffige, mit einem Querschiff und einer kreisförmigen Apsis versehene, mittelalterliche Kirche wurde neulich an der zur Zeit noch stehenden, barocken Gebäudegruppe freigelegt. 45 (Abb. 18) Ein, die Wandecke verzierendes Blattkapitell war schon früher bekannt. (Abb. 19) Ausser den geschichtlichen Eigentümlichkeiten weist der westliche Teil Transdanubiens zeitweise durchaus auch selbständige, kunstgeschichtliche Charakterzüge auf, so im Betracht auf die Sakralarchitektur des 13. Jahrhunderts, im Falle von den Terrakotta-Werkstätten des 15. Jahrhunderts, oder im 16.-17. Jahrhundert, als die südwestliche Zone des königlichen Ungarns. Aus diesem Gebiet und diesen