Búzás Gergely: Pest megye 1. Visegrád, királyi palota 1. A kápolna és az északkeleti palota (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 2. Budapest, 1990)

Gergely Buzás: Die Kapelle und das Nordöstliche Palastgebäude des Königsschlosses in Visegrád

demente, mit Wappen versehenden Renaissance-Konsolen und Marmorsplitter des Pastophoriums zum Vor­schein. Auf einigen Stellen war unter das letzte mittelalterliche Fussbodenniveau gegraben worden, da traf man den Sockel des O IV. Wandpfeilers. 33 (Abb.39) 1949 übernahmen Dezső Dercsényi und Miklós Héjj die Leitung der Ausgrabung. Sie begannen die Freilegung des Gebietes zwischen der Kapelle und der Felsenwand von Süden und setzten die Reinigung der Kapellenterrasse fort. (Abb. 42,44) Sie untersuchten die quer durch die Terrasse führende und die südlich von der Kapelle gefundenen Kanäle. (Abb. 41) Da nahm man die Freüegung des kleinen nördlichen Felsenhofes in Angriff. 34 Dieser Hof war ursprünglich im Laufe des Steinabbaues entstanden, nach der Beendigung der Bauarbeiten des Palastes wurde er langsam mit Müll, Bau- und Verfallschutt aufgeschüttet. Die Schichtenreihe wurde durch die Dachziegel­schicht des im 16. Jahrhundert verfallenen Palastes und die vom Berghang stammende, mehrere Meter dicke Erdmasse abgeschlossen. Die fundreichen Schichten des Hofes verraten viel von der Geschichte des Palastes. Wir erfahren aber nicht viel über das Verhältnis der Schichten zu den Mauern aufgrund der Profilzeichnungen und der Beschreibungen der Dokumentation, zumindest in Hinsicht der Perioden vor der Zeit des König Matthias, infolgedessen ist die Erläuterung der Bodenschichtung letzten Endes unsicher. 35 1949 begann die Forschung des Treppensystems im wesüichen TeU des nördlichen Aussenhofes. Auch in den ösüichen Räumen des Palastes wurde Revisionsgrabung durchgeführt, hier fand man Spuren einer früheren Periode. 36 (Abb. 49) 1950 wurde die Forschung der Kapellenumgebung fortgesetzt (Abb. 37-38), nach Vermessung und Foto­grafieren wurde der Ziegelfussboden der Kapelle aufgekommen. Die FreUegung des nördlichen Aussentrep­pensystems ging weiter, und so stiess man auf das Nordtor des Ganges unter dem nordwestlichen Palast. Nach der Freilegung des Ganges gelangte man in den unteren Empfangshof. Inzwischen begann von Norden die Freilegung des wesüichen Flügels des Nordostpalates. Hier traf man unter dem Humus in einer Tiefe von 30 cm auf Terrazzofussboden, und man fand die doppelte westliche Fassadenmauer des Gebäudes. (Abb. 46) Dieses Jahr fing man auch mit der Freilegung des Südpalastes an. 37 Am Ende des Jahres führte László Gero die architektonische Vermessung der erschlossenen Teüe des Palastkomplexes durch. Neben den Arbeiten im Südpalast wurde 1951 die Sakristei auf der KapeUenterrasse freigelegt (Abb. 40), die Reinigung der Umgebung fortgesetzt, und eine zwei Meter breiter Forshungsgraben in der Längsachse der Kapelle angelegt. Es wurde auch im nördlichen Felsenhof gearbeitet und im nördlichen unteren Hof eine sich an das Treppensystem anknüpfende Stützmauer und eine „Wasserantreibkonstruktion" freigelegt. Man setzte die Forschung auch im unteren Empfangshof fort. Von hier kam ein sehr bedeutendes Steinmaterial zutage. (Abb. 45) Man nahm die Freilegung der im 19. Jahrhundert zum TeU zugeschütteten Vorhalle des grossen Kel­lers unter dem südlichen Flügel des Nordostpalastes in Angriff. 38 Neben den bedeutenden Ausgrabungen begann auch die Restaurierung des Ruinenfeldes. Der östliche Trakt des Laubenganges wurde nach den Plänen von Kálmán Lux, unter der Leitung von László Gerő aus Zie­gel aufgebaut, die Gewölberekonstruktion ist eine Arbeit von Ernő Szakái. 39 Die Wände der um den Prunk­hof befindlichen Räume und der Kapelle wurden einheitlich mit Ziegeln ergänzt. 40 (Abb. 78) 1952 gingen die Rekonstruktionsarbeiten zu Ende, über dem östlichen Flügel des Laubenganges wurde die Balustrade aufge­stellt. (Abb. 79) Zwischen 22. September und 25. Dezember setzte man überall die Ausgrabungen vom vori­gen Jahr fort und begann daneben neue Forschungen im Prunkhof. Im südlichen Trakt des Laubenganges, un­ter dem Stumpf der neuzeitlichen Stützmauer des grossen Kellers kam mittelalterliche Grundmauer zutage. (Abb. 47-48) Für die vollständige Untersuchung der Beziehungen dieser Mauer gab es wegen dem Unwetter keine Zeit mehr. Das Fundament des Herkules-Brunnens wurde zerlegt, woher eine Wendeltreppenstufe aus Andesittuf (Abb. 53), Kranzsteine einer Zisterne, Fialebruchstücke, sowie eine Rippe des Laubengangsgewöl­bes (Abb. 54), und Balusterfragmente (Abb. 55) neben den zumeist dem achteckigen Brunnenhaus aus dem 14. Jahrhundert angehörenden Steinfragmenten zum Vorschein kamen. Das Bad wurde wieder freigelegt und die Untersuchung des Wasserleitungssystems des Palastes lief weiter. 41 (Abb. 50-52) 1953 wurde die Freilegung der Kapellenterrasse abgeschlossen, zwischen der Kapelle und der Felsen­wand bleib aber noch Erde. (Abb. 43) Im StrebepfeUer III. der wesüichen Fassadenmauer des Nordostpalastes wurden sekundär eingemauerte Werksteine entdeckt. (Abb. 57—58) Im Laufe des Jahres stellte man sich auf die Ergänzung der Mauer durch Bruchsteine um, einerseits aus ästhetischen Gründen, andererseits, weil die 1951—1952 gefertigten Ziegelergänzungen durch den Frost zerbröckelt waren. 42 Während der Ausgrabungen im Jahre 1954 wurden in erster Linie die Perioden des östlichen Flügels des Nordostpalastes untersucht. Es wurde im Unterbau des Treppenabsatzes gegraben, unter dem Fenster mit Sitznische wurden die Spuren einer früheren Fensteröffnung mit Trichtergewände gefunden. Ein ähnliches Fenster (Abb. 318) wurde am nördlichen Ende der östlichen Fassadenmauer neben dem Badeunterbau ent­deckt. In der östlichen Mauer des Raumes III. fand man einen Rauchgang. Der grosse Abwasserkanal unter dem nördlichen Oberhof wurde freigelegt. 43

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