Búzás Gergely: Pest megye 1. Visegrád, királyi palota 1. A kápolna és az északkeleti palota (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 2. Budapest, 1990)

Gergely Buzás: Die Kapelle und das Nordöstliche Palastgebäude des Königsschlosses in Visegrád

Gergely Búzás DAS KÖNIGSSCHLOSS IN VISEGRÁD I. DIE KAPELLE UND DAS NORDÖSTLICHE PALASTGEBÄUDE I. EINLEITUNG Diese Abhandlung wurde 1989 in ihrer ursprünglichen Form als eine an den Archäologischen Lehrstuhl der Eötvös-Lorand-Universität (Budapest), dem Professor András Kubinyi eingereichte Diplomarbeit geschrieben. Der Essay, der typologische, bzw. strukturelle Katalog und das Bildmaterial der Arbeit kamen in den gegenwärti­gen Band in verbesserter und bedeutend ergänzter Form hinüber, sowie wurden mit einem dem Normsystem vom Lapidarium-Hungaricum nach zusammengestellten, vollständigen Steinfragmentkatalog erweitert. Als ich mit dieser Arbeit angefangen hatte, geriet ich in eine widersprüchliche Situation. Ich hatte Details eines archäologisch freigelegten Gebäudekomplexes studieren müssen, bevor die vollständige archäologische Bearbeitung dieser Freilegung abgeschlossen war. Soviel in meinem Vermögen stand, bestrebte ich mich, diesen Nachteil zu be­seitigen: ich untersuchte die Dokumentation der Forschungen und führte noch hie und da Revisionsgrabungen durch. Das so gewonnene Ergänzungsmaterial nimmt auch noch so skizzenhaft dargestellt einen bedeutenden Teil meiner Arbeit ein. Die Erörterung erwies sich doch als unvermeidbar. Da das Thema meines Aufsatzes eben die Bearbeitung der Steinschnitzereien war, konnte ich mich in ihrer Datierung, Periodisierung oder in der Bestimmung ihrer ursprünglichen Position nicht ausschliesslich auf sie verlassen. Ich konnte aus dem komparativen stilkritischen Verfahren der Kunstgeschichte nicht ausgehen, weü genau datierbares, kompa­rables Material kaum zur Verfügung stand. Im Falle von Visegrád handelt es sich um so ein Zentrum, dessen Steinmetzstil in der Zukunft der Bestimmung anderer Denkmäler hoffentlich zugrunde liegen wird, aber erst dann, wenn selbst das Visegráder Material relativ exakt datiert werden kann. In der Arbeit legte ich darauf besonderen Wert. Meine Zielsetzung war eher die Veröffenüichung des Materials, als dessen Auswertung. Das nächste Problem ergab sich durch die riesengrosse Anzahl der Steinfragmenten des Visegráder Pala­stes, zusammen mit den Bruchsstücken der Brunnen beinahe 6000 Stück. Es war notwendig zu sortieren. Es empfahl sich die Klassifikation nach den Gebäudeeinheiten. Bisher kann nur von einem der zur Zeit bekannten sechs Gebäuden — von der Kapelle — gesagt werden, dass die Forschung dort abgeschlossen ist, bzw. die Freilegung des Nordostpalastes ist schon in solchem Stadium, dass man sich darüber äussern kann. Die aus­schlaggebende Mehrzahl der zutagegekommenen Steinmetzarbeiten stammt aus diesen Gebäuden. So fiel meine Wahl selbstverständlich auf sie. Infolge der Zerstreuung des Steinmaterials in der Neuzeit und der mangelhaften Dokumentation der im Laufe der Freilegungen zum Vorschein gekommenen Steinfragmenten konnte natürlich nicht jeder diesen Ge­bäuden angehörende Stein identifiziert werden, zugleich ist die Herkunft eines bedeutenden Teils von dem Material des Lapidariums unbekannt. Aus diesem Grunde nahm ich neben den dem Fundort nach gut be­stimmbaren Steinmetzarbeiten auch mehrere, nur unter gewissen Bedingungen hierher knüpfbare, eventuell nur formal mit den anderen verwandte, aber vom völlig unbekannten Ort stammende Steine auf. Ich behandle aber die allzusehr fragmentarischen Stücke oder die von unbestimmbarer Funktion nicht, nicht einmal in dem Falle, wenn sie dem Fundort nach hier hergehören würden. Bei der Erörterung der in situ gefundenen Steine Hess ich nur die einfachen Türschwellen ausseracht. In diesem Band geht es strenggenommen nur um architektonische Steinmetzarbeiten. Ich behandle an die­ser Stelle also die kleinarchitektonischen und bildhauerischen Werke, d.h. die Brunnen, die Altäre und Pasto­phorium der Kapelle nicht, und habe die ausgesprochen technischen Konstruktionen auch ausseracht gelas­sen: die aus Stein behauenen Wasserleitungsrinnen, den Wasserspeicher des Bades, die Hypocaustum­Elemente. Ich schulde den innigsten Dank allen, die für mich die Arbeitsbedingungen geschaffen, mir in allen Fra­gen Beihilfe geleistet haben: Herrn Miklós Héü, dem ehemaligen Direktor des Visegráder König-Matthias­Museums, einem der hervorragendsten Leiter der Palastgrabungen, Herrn Mátyás Szőke, dem gegenwärtigen Direktor des Museums, dem Fortsetzer der Freilegungen, Herrn András Kubinyi, ordentlichem Universitäts­professor, Rezensenten meiner Diplomarbeit, Herrn István Feld, meinem Lektor, Herrn Miklós Horler, dem Chefredakteur dieser Büchenreihe, Herrn Pál Lövei, dem Redakteur des gegenwärtigen Bandes, Herrn György Szekér, sowie meiner Mutter für das Abtippen des Manuskriptes und für die Hilfe.

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