Horler Miklós: Általános helyzetkép (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 1. Budapest 1988)

Horler Miklós: LAGEBERICHT ÜBER DIE ARCHITEKTONISCHEN STEINFRAGMENTEN IN UNGARN

Periode der Kathedrale ans Licht gekommen sind.3V Während die Fragmente von Nagyvárad in der bischöflichen Sammlung an Ort und Stelle blieben, bereicherten dagegen die Funde von Kalocsa das Lapidarum des Nationalmuseums. Unter den Wiederherstellungen hat die von István Möller geleitete Restaurierung der Kathedrale in Gyulafehérvár (Alba Iulia), von 1907 bis 1918, wertvolle Stein fragmente ans Licht gebracht, voraus Möller - mit Bewilligung des Bischofs Maj­láth - im ersten Stock des Südturmes ein Lapidarium einrichtete. Das Steinmaterial bestand aus zwei Teilen: einerseits waren hier die Fragmente aus den 11-13. Jahrhunderten, die sekundär eingebaut, in der Südwand des Hauptschiffes gefunden wurden, ferner aber die Originalsteine, die Möller durch Kopie ersetzt hatte. 93 Fragmente wurden inventarisiert, doch ist ihre Anzahl viel höher, da die zusammengehörigen Stücke mit derselben Nummer bezeichnet wurden. 38 Ein besonderes Kapitel bedeutet im Schutz der Steinfragmente die Entstehung des mittel­alterlichen Lapidariums des Hauptstädtischen Museums - der späteren Budapester Historischen Museums. Das 1887 gegründete Hauptstädtische Museum sammelte anfangs nur römische und neuzeitliche Fragmente, das Material des Mittelalters und der Renaissance fehlte von seinem Profil. In manchen Fallen hatte man aber auch mittelalterliche Denkmäler gerettet, wie es sich bei den Fragmenten der Liebfrauenkirche in Buda zeigte, die Bálint Kuzsinszky 1895 erworben hat. Ein Fund von ähnlicher grossen Bedeutung kam in der Dominikanerkirche in Buda zum Vorschein, als der Chor 1902 freigelegt wurde, wobei zahlreiche Grabsteine und architektonische Fragmente ans Tagelicht kamen. Nach Beendigung dieser Arbeit hat die Landeskommission der Kunstdenk­mäler diese Fragmente im Nordturm der damals erbauten Fischerbastei untergebracht. Das Mittelalterliche Lapidarum der Hauptstadt knüpft sich aber an den Namen von Henrik Horváth (1888-1941). Er war anfangs, von 1922 an Direktor des Stadtwäldchen-Museums, dann von 1935 an Generaldirektor der Hauptstädtischer Museen, als solcher, Gründer des mittelalter­lichen Lapidariums und Organisator der Forschung und der Sammeltätigkeit. Er hat das Material der Liebfrauen- und der Dominikanerkirche bereits von Anfang des Jahrhunderts an durch Fund­rettungen und Sammeln weiter bereichert. So hat er vor allem, dank dem Burghauptmann József Mikla, jene Fragmente des Königspalastes erworben, die nach den Bauarbeiten um die Jahrhun­dertwende nicht ins Nationalmuseum kamen, sondern in den Kellern des Palastes eingelagert waren. Durch seine persönliche Intervention erreichte er auch, dass die Fragmente der Propstei von Óbuda und des Paulinerklosters von Budaszentlőrinc, die in Privatbesitz waren, von den Besitzern dem hauptstädtischen Museum überlassen wurden. Aus dem ganzen Material richtete er 1932 im Nord­turm der Fischerbastei das mittelalterliche Lapidarium des Hauptstädtischen Museums ein, und eröffnete es mit 367 Fragmenten. In den weiteren Jahren vermehrte er die Sammlung mit neu erworbenen Stücken. 1939 kaufte er vom Nationalmuseum für 7.000,-Ft die grösstenteüs Re­naissance Fragmenten die sich bei der Erweiterung des Königspalastes durch Alajos Hauszmann ansammelte, ferner mehrere Grabsteine. 1940 kaufte er von der Landeskommission der Kunst­denkmäler die Bruchstücke des Grabmals der hl. Margarethe auf der Margaretheninsel, das bei den Ausgrabungen von Géza Lux (1910—1945) zum Vorschein kam.39 Die Tätigkeit und die Initiative von Henrik Horváth war auf dem Gebiet der ungarischen mittelalterlichen Archäologie, Baugeschichte und Muséologie von epochaler Bedeutung, nicht zuletzt deshalb, weü er gerade in der Haupstadt, in dem wichtigsten Zentrum unserer Kultur des Mittelalters und der Renaissance, die systematische Sammel- und Forschungstätigkeit in Gang gesetzt hatte. Die Entwicklung der späteren Jahrzehnte hat dem Volumen und der Bedeutung nach das grösste Lapidarum des Landes ins Leben gerufen, dessen wissenschaftliche und methodo­logische Ergebnisse im ganzen Land eine Wirkung ausübten. Es war ein bedauernswerter Skandal unseres wissenschaftlichen Lebens, dass das Lapidarum in der 1960-er Jahren von der Hauptstadt abgeschafft wurde um an seiner Stelle ein Gasthaus eröffnen zu können ohne das Museum bis heute entschädigt zu haben. Die nach dem ersten Weltkrieg wiederauflebenden denkmalpflegerischen Bestrebungen lenkten langsam auch ausser der Hauptstadt die Aufmerksamkeit auf die hervorragenden Baudenk­mäler des ungarischen Mittelalters. Dazu trugen einerseits die, durch die schweren Verluste an historischen Denkmälern entstandene allgemeine Stimmung, anderseits, seit der Mitte der dreissiger Jahren das nähernde St. Stephans-Jubiläum bei. Das erste grossangelegte Unternehmen war, von 1925 an, die neun Jahre lang dauernde Freilegung der Burg von Eger, unter der Leitung von Ervin

Next

/
Oldalképek
Tartalom